Restaurierung des Stadtparkbrunnens: Historisches Juwel erstrahlt bald neu

Die Restaurierung des historischen Brunnens im Grazer Stadtpark ist ein äußerst anspruchsvolles Vorhaben, das mit großer Präzision und sorgfältiger Koordination abläuft. Dabei arbeiten verschiedene Institutionen eng zusammen: die städtische Abteilung für Grünflächen und Gewässer kümmert sich um das Beckenelement, das Kulturamt ist verantwortlich für den Wiederaufbau des Turms sowie die Figuren des Brunnens, und die Holding Graz stellt die erforderliche Wassertechnik bereit. Diese Zusammenarbeit passiert in intensiver Absprache mit dem Bundesdenkmalamt.

Für dieses Projekt sind insgesamt 1,03 Millionen Euro eingeplant, wobei etwa 60.000 Euro durch das Bundesdenkmalamt als Fördermittel bereitgestellt werden. „Diese Baustelle ist alles andere als gewöhnlich. Wir haben mit einem denkmalpflegerischen Projekt zu tun, das uns immer wieder vor neue, unvorhergesehene Herausforderungen stellt“, betonen die Projektverantwortlichen Christine Radl und Valerie Soran.

Das Becken selbst zeigt zahlreiche Risse und Sprünge, und es gibt viele verborgene Schäden, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Um die strukturelle Stabilität des Beckens zu erhöhen, werden spezielle Zusatzstoffe, darunter auch Kunstfasern, in den Beton eingearbeitet. Teile des Turmaufbaus, auch als die „Nadel“ des Brunnens bekannt, werden direkt vor Ort instandgesetzt.

Die restlichen Teile, zusammen mit den Brunnenfiguren, werden zur Restaurierung ins Burgenland transportiert. Ein wichtiges Detail: Um die Effektivität der eingesetzten Materialien und Farbtönungen präzise beurteilen zu können, finden sowohl für das Becken als auch für die Figuren sogenannte „Probesanierungen“ statt. Diese werden in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt durchgeführt, mit dem Ziel, eine Restaurierung zu erreichen, die so nah wie möglich an der historischen Substanz bleibt.

Nach Abschluss dieser Probephase wird die vollständige Sanierung des Brunnens in Angriff genommen. Während des gesamten Projekts überwachen Fachleute des Bundesdenkmalamts sowie Expert:innen aus verschiedenen Bereichen die Arbeiten, um einen sensiblen und erfolgreichen Verlauf zu garantieren.

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