ÖGK schränkt Hausärzte ein: Kritik an neuen Zuweisungsregeln

Die Entscheidung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), die Zuweisung für bestimmte MRT- und CT-Untersuchungen ausschließlich auf Fachärzte zu beschränken, hat weitreichende Auswirkungen auf Patienten und das Gesundheitswesen.

Ab sofort dürfen Hausärzte keine Überweisungen mehr für Prostata-MRT oder Coronar-CTs ausstellen, selbst wenn Fachbefunde vorliegen. Dieser Schritt, der mit neuen österreichweiten Gesamtverträgen einhergeht, stößt bei Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl auf scharfe Kritik.

Kornhäusl warnt eindringlich vor den möglichen Konsequenzen dieser Regelung: „Die Folgen dieser neuen Praxis sind eine Belastung für Patienten und das Gesundheitssystem. So geht’s nicht! Die ÖGK muss die Patienten in den Mittelpunkt stellen.“ Seine Bedenken beziehen sich auf die zu erwartenden längeren Wartezeiten und die Überlastung von Facharztpraxen sowie Spitälern.

Die neue Zuweisungspraxis beschränkt die Handlungsspielräume von Allgemeinmedizinern und wird die Frequenz bei Fachärzten spürbar erhöhen. Gerhard Stark, Vorstandsvorsitzender der KAGes, weist darauf hin, dass diese Regelung zusätzlichen administrativen und diagnostischen Aufwand generiert, der sowohl Mitarbeiter als auch Patienten belastet. Die logistische Arbeit in den Fachambulanzen wird zunehmen, während Voruntersuchungen, die zuvor von Allgemeinmedizinern durchgeführt wurden, nun in den Spitälern erledigt werden müssen.

Zusätzlich hat die Ärztekammer Steiermark gefordert, dass die Spitalsträger diese Untersuchungen in den Krankenhäusern anbieten. Stark äußert Bedenken darüber, dass die Krankenhausträger nicht in diese Entscheidung einbezogen wurden und sieht keine Effizienzsteigerung durch das neue Verfahren.

Kornhäusl fasst zusammen: „Längere Wartezeiten für die Patienten, überbeanspruchte Spitalskapazitäten und ein Abweichen vom konstruktiven Miteinander: Diese Maßnahme ist einfach falsch.“ Er fordert die ÖGK auf, ihre Vorgehensweise zu überdenken, um die bestmögliche Versorgung der Patienten sicherzustellen. Diese Thematik bleibt also nicht nur für die betroffenen Patienten relevant, sondern erfordert auch eine Neuausrichtung in der Zusammenarbeit der Gesundheitsakteure.

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