Am 19. Mai 2026, um 13:20 Uhr, wurden Beamte der Landesverkehrsabteilung (LVA) von der ASFINAG über einen Vorfall im Tunnel Kaisermühlen in 1220 Wien informiert. Ein LKW hatte dort über eine Strecke von etwa 300 Metern Tunnelausstattungen, wie Lampen und Verkabelungen an der Decke, aufgrund einer übermäßigen Beladung beschädigt.
Im Tunnel Hirschstetten kam es erneut zu einem Vorfall, bei dem der LKW eine Lampe an der Tunneldecke beschädigte. Der Fahrer senkte daraufhin die Mulde ab und zog den LKW mit dem Ladehaken durch den Tunnel, bevor er die Mulde erneut beladete und seine Fahrt fortsetzte.
Die alarmierten Beamten der LVA konnten den LKW beim Gewerbepark Stadlau anhalten. Der 52-jährige Fahrer, der aus Serbien stammt, wurde wegen des Verdachts der schweren Sachbeschädigung angezeigt. Er äußerte gegenüber den Beamten, dass er aufgrund der beschädigten Lampen nicht auf der Autobahn stehen bleiben wollte.
Die Kennzeichentafeln des LKW wurden aufgrund technischer Mängel vorläufig abgenommen. Darüber hinaus wurde der Fahrer wegen mehrfacher Fahrerflucht, mangelhafter Beladung und Verstöße gegen das Güterbeförderungsgesetz angezeigt. Die erforderlichen Reparaturarbeiten führten zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Nachmittagsverkehr.
