Wie angekündigt, kommt es an den Grenzübergängen Österreichs zu einer Intensivierung der Grenzkontrollen. In der Steiermark stehen in Summe 140 zusätzliche Kräfte der Polizei sowie weitere Einsatzmittel für den Einsatz bereit. Auch ein Aufgriff von illegal eingereisten Fremden mittels Polizei-Drohne wurde bereits verzeichnet.

Der Aufgabenbereich für die Behörden an den steirisch-slowenischen Grenzübergängen ist seit geraumer Zeit vielseitig. Neben den Grenzkontrollen der Polizei stellen auch die aktuellen coronabedingten Kontrollen der Gesundheitsbehörden die eingesetzten Kräfte vor besondere Herausforderungen. Sowohl in Angelegenheiten der grenz- und fremdenpolizeilichen Kontrollen (Migration), als auch in Angelegenheiten der Gesundheitskontrollen (Covid19) steht das österreichische Bundesheer im Assistenzeinsatz.

Seit diesem Wochenende (21. August 2020) stehen in der Steiermark insgesamt weitere 140 PolizistInnen der Sicherheitsakademie/Bildungszentrum Graz im Grenzbereich im Einsatz. Die angehenden Beamten unterstützen die Fremden- und Grenzpolizei (FGP) bei ihren Aufgaben an der steirisch-slowenischen Grenze. Zudem werden auch Polizei-Diensthunde sowie Polizei-Drohnen eingesetzt.

Erster Aufgriff mittels Drohne an der steirischen Grenze

Erst am 18. August 2020, kam es im Rahmen eines Einsatzes an der sogenannten „grünen Grenze” zum Aufgriff von insgesamt sieben illegal eingereisten Fremden. Soldaten des Bundesheeres meldeten gegen 9.30 Uhr die Sichtung mehrerer Personen im Bereich eines Waldstückes am Bubenberg. Nach der Anhaltung von fünf offenbar unrechtmäßig eingereisten Fremden nächst einem Bach erfolgte eine Suche nach den restlichen Personen – auch aus der Luft.

Mittels Polizei-Drohne konnten in der Folge zwei weitere Personen von einem Wald kommend beobachtet werden, als diese in einen angrenzenden Maisacker liefen. Sie hatten sich zuvor im Wald umgezogen und die durchnässte Kleidung an Ort und Stelle zurückgelassen. Fremdenpolizisten hielten die aus der Luft lokalisierten Personen schließlich an. Alle sieben Männer (vier aus dem Irak, drei aus Syrien) wurden nach erfolgter fremden- und grenzpolizeilicher Kontrolle sowie in Abstimmung mit slowenischen Behörden zurückgewiesen.

Quelle graz.at, LPD Steiermark