Graz | Bezirk Jakomini. – Am Donnerstagnachmittag, dem 17. September 2026, führte eine Meldung über einen bewaffneten Mann in einer Wohnung zu einem umfangreichen Polizeieinsatz. Vor Ort bestätigte sich die Bedrohung nicht, die Ermittlungen sind jedoch im Gange.
Gegen 16:10 Uhr informierte ein Anrufer die Polizei und berichtete, dass sich in seiner Wohnung in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße ein Suchtmittelhändler aufhalte, der ihn und seine Partnerin mit einer Schusswaffe bedrohe. Kurz zuvor hatte ein medizinischer Einsatz an derselben Adresse stattgefunden, bei dem eine vermutete Überdosis des Anzeigers behandelt wurde; dieser hatte in diesem Zusammenhang einen Revers unterschrieben.
Angesichts der gemeldeten Gefahrenlage begaben sich mehrere Polizeistreifen, darunter Kräfte der Polizeiinspektion Jakomini sowie der Schnellen Interventionsgruppe (SIG), unverzüglich zum Einsatzort. Zudem wurde eine Diensthundestreife hinzugezogen, da sich ein Hund der beiden Bewohner in der Wohnung befand. Die Einsatzkräfte sicherten das Objekt umgehend ab, während das Einsatzkommando Cobra zur Unterstützung angefordert wurde. Auch die Verhandlungsgruppe Süd war im Einsatz. Um den Einsatzort zu sichern und aufgrund zahlreicher Schaulustiger wurden das Verkehrsaufkommen und die Umgebungsstraßen umfassend abgesperrt.
Beim Zugriff durch das EKO Cobra konnten die Beamten in der Wohnung lediglich den Anrufer, seine Partnerin sowie einen Hund antreffen. Der vermutete Tatverdächtige war nicht vor Ort, und eine anschließende Nahbereichsfahndung verlief ohne Ergebnis. Bei der Befragung wiesen die beiden Bewohner deutliche Symptome eines intensiven Suchtmittelkonsums auf und gaben widersprüchliche Auskünfte zum Hergang. Der in der Wohnung anwesende Hund wurde daraufhin von einer Amtstierärztin übernommen. Die Ermittlungen sind weiterhin im Gange.
