Am 08.09.2026 um 09:45 Uhr ereignete sich im Stadtteil Wien-Meidling ein Vorfall, der bereits seit einiger Zeit Gegenstand von Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien, Ermittlungsbereich Raub, ist. Im Rahmen dieser Ermittlungen besteht der Verdacht auf schweren Betrug durch Täter, die sich als Polizisten ausgeben und unter vorsätzlicher Täuschung Geld von ihren Opfern erlangen.
Im Zuge der eingeleiteten Ermittlungen zu den fingierten Polizisten konnten zwei Tatverdächtige nach einer Beobachtung durch Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) auf frischer Tat ertappt und vorläufig festgenommen werden. Die beiden Beschuldigten, welche im Verdacht stehen, am Tag vor ihrer Festnahme einen Geldbetrag von einer 87-jährigen Frau erhalten zu haben, waren am besagten Tag erneut aktiv. Die weibliche Tatverdächtige, eine 46-jährige serbische Staatsangehörige, versuchte, erneut im Namen der Polizei von der betagten Dame Geld abzuholen, während der männliche Täter, ein 24-jähriger österreichischer Staatsbürger, als Fahrer des Fahrzeugs fungierte. Dank der laufenden Ermittlungen und der unmittelbaren Festnahme der Täter konnte ein weiterer finanzieller Schaden für die 87-Jährige abgewendet werden. Der bisherige Schaden wird auf einen fünfstelligen Eurobetrag geschätzt. Bei den Tatverdächtigen wurden ein gefälschter Polizeiausweis sowie 6000 Euro Bargeld sichergestellt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden die beiden Beschuldigten in eine Justizanstalt überstellt.
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass durch den Betrug der falschen Polizisten immer wieder vor allem ältere Menschen ihrer Ersparnisse beraubt werden. In den Betrugsfällen wird den Opfern am Telefon vorgespielt, dass sie potenzielle Opfer von Einbrechern seien und die Polizei ihre Wertsachen abholen wolle, um sie sicher zu verwahren. Um sich zu schützen, gibt die Polizei die folgenden Tipps:
• Die Polizei verlangt keine Wertgegenstände zur Verwahrung.
• Beenden Sie verdächtige Telefonate und wählen Sie 133.
• Nennen Sie keine Informationen zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen.
Zusätzliche Informationen und Präventionstipps können bei der Kriminalprävention des Landeskriminalamtes Wien unter der Telefonnummer 0800-216-346 oder per E-Mail an lpd-w-lka-ab-kriminalpraevention@polizei.gv.at eingeholt werden.
