Festnahme nach Massenversand von Phishing-SMS in Wien

Im Zeitraum vom 06. April 2026 bis zum 14. Mai 2026 führten Ermittler des Landeskriminalamts Wien im Bereich Cybercrime Untersuchungen durch. Dabei wurde festgestellt, dass eine bislang unbekannte Täterschaft im Großraum Wien mit einem oder mehreren Geräten Phishing-SMS in großem Umfang versendet hatte. Diese SMS richteten sich insbesondere an Orte mit hohem Menschenaufkommen, wie großen Veranstaltungen. An mehreren Tagen konnten ausgedehnte Bewegungen beobachtet werden, die teilweise mehrmals täglich stattfanden. In diesem Zusammenhang wurden mehrere Millionen betrügerische SMS im Namen namhafter Paketdienste und Mobilfunkanbieter verschickt.

Am 14. Mai 2026, gegen 15:45 Uhr, gelang es den Ermittlern im Rahmen wiederholter Schwerpunktmaßnahmen, einen Tatverdächtigen zu lokalisieren. Ein Fahrzeug wurde identifiziert und der Fahrer, ein 32-jähriger chinesischer Staatsangehöriger, durch die Direktion Spezialeinheiten/Einsatzkommando Cobra festgenommen. In dem Fahrzeug befand sich auch sein sechs Monate alter Sohn. Neben dem Verdacht des versuchten gewerbsmäßigen Betrugs wird dem Verdächtigen auch die Gefährdung der körperlichen Sicherheit seines Sohnes vorgeworfen, da von den verwendeten Geräten eine erhebliche Strahlenbelastung ausgehen kann.

Bei der Festnahme wurde ein sogenannter „SMS Blaster“ sichergestellt, der es ermöglicht, bis zu 100.000 Nachrichten pro Stunde zu versenden. Die Nutzung dieses Geräts beeinträchtigt zudem die Telefon- und Internetverbindungen der Betroffenen, einschließlich der Funktionsfähigkeit des Notrufsystems.

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen kam es zu einer Hausdurchsuchung, bei der ein weiterer „SMS Blaster“, zwei Notebooks, zehn Mobiltelefone sowie zwei Tablets sichergestellt wurden. Zudem fanden die Ermittler zahlreiche Batterien, Spannungswandler und weiteres technisches Equipment, das vermutlich für den Betrieb der Geräte verwendet wurde. Diese Gegenstände werden derzeit einer IT-forensischen Auswertung unterzogen.

Der Beschuldigte befindet sich in Haft. Dieser Ermittlungserfolg wurde durch die enge Zusammenarbeit von IT-Ermittlern und -Forensikern des Assistenzdienstes, Mitarbeitern der Außenstellen des Landeskriminalamts sowie Spezialisten des Bundeskriminalamts C4 und der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst ermöglicht. Die Kompetenzstelle Cybercrime der Staatsanwaltschaft Wien unterstützte den Prozess ebenfalls.

In der Vernehmung zeigte sich der 32-Jährige geständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt überstellt. Die Ermittlungen zu diesem Fall werden weiterhin vom Assistenzdienst des Landeskriminalamts Wien, Ermittlungsbereich Cybercrime, fortgeführt.

Top News der Woche

Widerruf der Fahndung nach Körperverletzung in Wiener Lokal

Am 15. Dezember 2025 gab die Wiener Polizei in...

Jugendlicher nach Einbruch in Friseursalon in Wien-Penzing festgenommen

In der Nacht zum 18. Mai 2026, um 03:00...

Wohnungsbrand in Wien-Ottakring: Zwei Kleinkinder in Lebensgefahr

Am 18. Mai 2026, um 16:45 Uhr, ereignete sich...

Pkw-Diebstahl in Rannersdorf: 19-Jährige festgenommen

In der Nacht zum 12. Mai 2026 kam es...

Drei Männer nach Fahrraddiebstählen in Nickelsdorf festgenommen

Diebstahl in Nickelsdorf Am frühen Morgen des 3. Oktober 2023...

Themen

Widerruf der Fahndung nach Körperverletzung in Wiener Lokal

Am 15. Dezember 2025 gab die Wiener Polizei in...

Wohnungsbrand in Wien-Ottakring: Zwei Kleinkinder in Lebensgefahr

Am 18. Mai 2026, um 16:45 Uhr, ereignete sich...

Drei Männer nach Fahrraddiebstählen in Nickelsdorf festgenommen

Diebstahl in Nickelsdorf Am frühen Morgen des 3. Oktober 2023...

Jugendliche am Bahnhof Frastanz: Geldabnahme verhindert

Am 18. Mai 2026 gegen 14:30 Uhr versuchten zwei...

Jugendliche nach versuchtem Raub in Rankweil angezeigt

Am 18. Mai 2026, kurz nach 17:00 Uhr, kam...

Betrugsfall in Imst: Käufer verliert hohe Summe beim Traktorkauf

Im Zeitraum vom 11. bis 18. Mai 2026 wurde...

Ähnliche Artikel

Beliebte Kategorien