Festnahme nach brutaler Homeinvasion in Langenzersdorf

Am 18. Dezember 2025, gegen 09:00 Uhr, drangen zwei unbekannte Täter in das Wohnhaus einer 88-jährigen Frau in Langenzersdorf, Bezirk Korneuburg, ein. Sie täuschten vor, Installateurarbeiten durchzuführen. Nach dem Betreten des Hauses griffen sie die Frau brutal an, warfen sie zu Boden und fesselten sie mit Bettlaken und Kleidungsstücken. Während einer der Täter das Opfer physisch attackierte, durchsuchte der andere das Anwesen nach Wertsachen. Es wurde ein kleiner Bargeldbetrag entwendet. Die Übergriffe führten zu schweren Verletzungen bei der Frau, die eine langfristige medizinische Behandlung erforderlichen.

Um die Verständigung der Einsatzkräfte zu verhindern, stahlen die Täter das Mobiltelefon der Frau und trennten das Festnetztelefon von der Stromversorgung, wodurch es nicht mehr funktionierte. Nachdem sie das schwer verletzte Opfer hilflos zurückgelassen hatten, flohen sie vom Tatort. Die Frau konnte sich kurze Zeit später von ihren Fesseln befreien und informierte ihren Nachbarn, der den Notruf alarmierte. Eine sofort eingeleitete Fahndung ergab keine Treffer.

Die weiteren Ermittlungen übernahm die Raub- und Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich. Durch die Ermittlungen entstand der Verdacht gegen einen 18-jährigen serbischen Staatsbürger, der am 8. April 2026 in Wien festgenommen wurde. Er war während einer versuchten Homeinvasion gemeinsam mit anderen Tätern auf frischer Tat betroffen. Ein DNA-Abgleich bestätigte seine Verbindung zu dem Überfall in Langenzersdorf.

Bei seiner Befragung im Justizanstalt Wien Josefstadt zeigte sich der Beschuldigte geständig, machte jedoch vage Angaben zu seinem Komplizen. Umfangreiche Ermittlungen in Serbien führten zu neuen Erkenntnissen über den zweiten Täter, einen 51-jährigen serbischen Staatsbürger. Gegen diesen erließ die Staatsanwaltschaft Wien einen europäischen Haftbefehl. Er wurde am 3. Juli 2026 in Bosnien festgenommen und befindet sich derzeit in Auslieferungshaft.

Die 88-Jährige erlitt durch die gewalttätige Attacke zahlreiche Hämatome und Verletzungen am Rücken und der Wirbelsäule. Nach 16 Tagen stationärer Behandlung in zwei Krankenhäusern war sie auf umfassende Betreuung angewiesen. Nach ihrer Entlassung wurde sie in einer Pflegeeinrichtung untergebracht, da sie nicht in der Lage war, ihren Alltag eigenständig zu bewältigen. Mittlerweile kann sie jedoch wieder in ihr Einfamilienhaus zurückkehren, wo sie durch regelmäßige Tagesbetreuung unterstützt wird.

Top News der Woche

Arbeitsunfall in Krems: 42-Jähriger stürzt drei Meter tief

Am 7. Juli 2026, um etwa 17:00 Uhr, ereignete...

Quadunfall bei Revierarbeiten: Zwei Jäger schwer verletzt

Am Vormittag des 7. Juli 2026 ereignete sich ein...

Rasante Verfolgungsfahrt in Graz: Alkoholisierter Fahrer geschnappt

Graz | Bezirk Puntigam. – Am Dienstagabend, dem 7....

Mädchen aus Wien nach Fahndung wohlbehalten aufgefunden

Am 6. Juli 2026 um 18:00 Uhr verschwand während...

Verkehrsunfall auf A7: Drei Fahrzeuge und ein Verletzter bei Kollision

Am 7. Juli 2026, gegen 16:30 Uhr, fuhr ein...

Themen

Arbeitsunfall in Krems: 42-Jähriger stürzt drei Meter tief

Am 7. Juli 2026, um etwa 17:00 Uhr, ereignete...

Quadunfall bei Revierarbeiten: Zwei Jäger schwer verletzt

Am Vormittag des 7. Juli 2026 ereignete sich ein...

Rasante Verfolgungsfahrt in Graz: Alkoholisierter Fahrer geschnappt

Graz | Bezirk Puntigam. – Am Dienstagabend, dem 7....

Mädchen aus Wien nach Fahndung wohlbehalten aufgefunden

Am 6. Juli 2026 um 18:00 Uhr verschwand während...

Schwerer Verkehrsunfall mit Verletzten in Tragöß – L111 gesperrt

Bruck-Mürzzuschlag | Tragöß. – Am Dienstagnachmittag, dem 7. Juli...

Ähnliche Artikel

Beliebte Kategorien