In der Nacht des 17. März 2026, um etwa 21:45 Uhr, kam es in einer Tankstelle in Hainburg an der Donau zu einem Raubüberfall. Ein bislang unbekannter und unmaskierter Täter betrat die Tankstelle, erwarb einige Konsumartikel und zog während der Öffnung der Kasse eine silberne Faustfeuerwaffe aus seiner Umhängetasche. Mit dieser Waffe bedrohte er die Angestellte und forderte Bargeld.
Der Täter entnahm das Bargeld selbstständig aus der Kassenlade und drängte die Angestellte in den Lagerbereich, wo er sie mit Kabelbindern fesselte. Trotz der Fesselung gelang es der Angestellten, telefonisch eine andere Angestellte über den Überfall zu informieren, die dann die Polizei verständigte. Eine sofort eingeleitete Fahndung in der Gegend blieb erfolglos.
Die Angestellte blieb unverletzt, erlitt jedoch einen schweren Schock.
Die Ermittlungen wurden von Bediensteten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, insbesondere dem Ermittlungsbereich Raub, übernommen. Mit Unterstützung des Bundeskriminalamtes konnte ein 41-jähriger slowakischer Staatsbürger als Tatverdächtiger ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg erließ daraufhin einen Europäischen Haftbefehl gegen ihn. Am 26. März 2026 wurde der Verdächtige in der Slowakei festgenommen, und die bei dem Überfall verwendete Waffe wurde sichergestellt.
Am 23. April 2026 erfolgte die Auslieferung des Verdächtigen durch die slowakischen Behörden nach Österreich, wo er an die Beamten des Landeskriminalamtes Niederösterreich übergeben wurde. Bei seiner Einvernahme gestand er sowohl den Raubüberfall als auch die Freiheitsentziehung. Darüber hinaus gestand er zwei Einbruchsdiebstähle in Kerzenautomaten am Friedhof in Bruck/Leitha im Jahr 2023, bei denen er Bargeld entwendet hatte. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde der Beschuldigte in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.
Die Ermittlungen zu ähnlichen Straftaten werden von den Ermittlern des Landeskriminalamtes weiterhin fortgeführt.
