Ermittlungen zu manipulierter Babynahrung im Burgenland laufen auf Hochtouren

Am Donnerstag, den 16. April 2026, hat das Landeskriminalamt Burgenland Ermittlungen in einem Fall von manipulierter Babynahrung aufgenommen. Diese Babynahrung wurde in einem SPAR-Supermarkt in Eisenstadt deponiert. Die Information gelangte über das Bundeskriminalamt an die Öffentlichkeit.

Die Ermittlungen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden in Deutschland, der Slowakei und Tschechien sowie den betroffenen Unternehmen spar und Hipp. Am 18. April 2026 wurde aufgrund der medialen Berichterstattung ein verdächtiges Glas Babynahrung bei der Polizei gemeldet. Dieses Glas wurde sichergestellt und von einem Sachverständigen sowohl toxikologisch als auch kriminaltechnisch untersucht. Die Untersuchung ergab den Verdacht, dass Rattengift beigemischt wurde.

Die bisherigen Ermittlungen lassen nicht ausschließen, dass ein weiteres kontaminiertes Glas im Umlauf sein könnte. Um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, wurden zusätzliche Maßnahmen ergriffen. Sämtliche Krankenhäuser, Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Kindergärten und -krippen im Burgenland wurden kontaktiert. Zudem informierte die Polizei die Gemeinden des Bundeslandes über die potenziellen Risiken.

Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Eisenstadt laufen die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Burgenland wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung in vollem Gang. Aufgrund kriminaltaktischer Gründe können derzeit keine weiteren Details zu den Ermittlungsschritten veröffentlicht werden.

Ein Appell an die Öffentlichkeit:
– Sollten Sie HiPP-Babynahrung mit verdächtigen Merkmalen (weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden, bereits geöffneter oder beschädigter Deckel, fehlendes „Knack-Geräusch“ beim ersten Öffnen, ungewohnter oder verdorbener Geruch) besitzen, öffnen Sie diese nicht und kontaktieren Sie umgehend die Polizei.
– Bewahren Sie das Produkt getrennt von anderen Lebensmitteln auf und waschen Sie sich gründlich die Hände mit Seife (mindestens 30 Sekunden), bevor Sie weiteren Kontakt zu anderen Personen, insbesondere Kindern, haben.

Die Polizei bittet um Mithilfe und regt an, diese Informationen zu verbreiten. Bei möglichen Hinweisen kontaktieren Sie bitte die Landespolizeidirektion Burgenland unter +43 59133 10 3333.

Für Rückfragen stehen die Pressesprecherin Victoria Krojer sowie das Büro für Öffentlichkeitsarbeit und internen Betrieb der Landespolizeidirektion Burgenland zur Verfügung:
– Telefon: +43 (0) 59133 10 1108
– Handy: +43 (0) 664 88 538713
– Adresse: Neusiedler Straße 84, 7000 Eisenstadt
– E-Mail: victoria.krojer@polizei.gv.at, oeffentlichkeitsarbeit-b@polizei.gv.at
– Webseite: www.polizei.gv.at

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