Am 27. September 2026, gegen 21:00 Uhr, ereignete sich in Gloggnitz ein Raubüberfall. Zwei bisher unbekannte und maskierte Täter klopften an die Haustür eines 64-jährigen Mannes. Nachdem dieser öffnete, wurde er von einem der Täter gewaltsam zu Boden gedrückt, während der andere in das Wohnhaus eindrang und einen Freund des Opfers mit einem Stanley-Messer bedrohte. Die Täter entwendeten den Tresorschlüssel des Opfers und raubten Bargeld, Goldmünzen, Schmuck und Armbanduhren. Im Anschluss flüchteten sie in unbekannte Richtung. Das Opfer blieb unverletzt, erlitt jedoch einen Schock und erstattete am folgenden Tag, dem 28. September 2026, Anzeige bei der Polizei.
Die ersten Maßnahmen wurden durch die Bediensteten der Polizeiinspektion Gloggnitz eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Raub- und Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich (LKA NÖ). Im Rahmen dieser Ermittlungen identifizierten die Kriminalbeamten einen 23-jährigen Mann aus Wiener Neustadt als Verdächtigen, woraufhin die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt eine Festnahmeanordnung erließ. Am 14. Oktober 2026 wurde dieser von der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität des LKA NÖ in Wiener Neustadt festgenommen. Bei seiner Einvernahme gestand er den Überfall auf den 64-Jährigen.
Darüber hinaus konnten die Ermittler einen 26-jährigen rumänischen Staatsbürger als mutmaßlichen Mittäter ausfindig machen. Auch ein 23-jähriger Mann aus dem Bezirk Neunkirchen konnte als möglicher Beitragstäter ermittelt werden, der Informationen über das Opfer bereitgestellt haben soll, da er mit diesem bekannt war und in die Tatplanung eingeweiht war.
Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt erlässt Festnahmeanordnungen für die beiden weiteren Beschuldigten. Am 20. Oktober 2026 wurden diese mit Unterstützung der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität des LKA NÖ in Ternitz festgenommen. Bei einer durchgeführten Hausdurchsuchung fanden die Polizisten Teile der Raubbeute, darunter eine Silbermünze und eine goldene Armbanduhr. Beide Beschuldigten gestanden die Tat während ihrer Einvernahme. Die drei Verdächtigen befinden sich nun in der Justizanstalt Wiener Neustadt in Untersuchungshaft.
