In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober 2026 kam es in einer Wohnung im Stadtgebiet von Amstetten zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen einem 45-jährigen Mann und seiner 40-jährigen Ex-Lebensgefährtin.
Während des Streits schlug der Mann die Frau mehrmals ins Gesicht sowie gegen Arme und Beine und trat sie. Zudem griff er zu einer nicht registrierten Langwaffe und verletzte die Frau mit dem Schaft der Waffe. Bei einem anschließenden Gerangel um die Waffe löste sich ein Schuss, der in die Zimmerdecke ging. Anschließend schlug er mit einem Holzhocker gegen die Beine der 40-Jährigen.
Der Beschuldigte nötigte die Frau unter Vorhalt der Schusswaffe, ein entlastendes Video aufzunehmen. Beim Verlassen der Wohnung drohte er ihr, sie umzubringen, sollte sie die Polizei verständigen.
Am 25. Oktober 2026 erstattete die 40-Jährige Anzeige bei der Polizei. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten wurde der 45-Jährige am selben Tag um 19:00 Uhr unter Einsatz von Kräften des Kommandos Cobra an seiner Wohnadresse festgenommen.
Bei der darauf folgenden Hausdurchsuchung fanden die Polizeibeamten die Langwaffe (ein Kleinkalibergewehr im Kaliber .22), eine registrierte Schusswaffe der Kategorie B (einer Pistole), dazugehörige Munition sowie geringe Mengen Cannabiskraut. Gegen den 45-Jährigen wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot verhängt.
Bei seiner Einvernahme zeigte sich der Beschuldigte nicht geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten wurde er in die dortige Justizanstalt eingeliefert.
