In der Nacht des 7. Juli 2026 brach gegen 23:45 Uhr aus bislang unbekannten Gründen ein Brand in einem Einfamilienhaus in Wattens aus. Die 39-jährige Bewohnerin wurde um etwa 23:50 Uhr durch ein Knistern aus dem Schlaf geweckt. Ihr 40-jähriger Mann stellte beim Blick durch das Glas der Eingangstür einen orange-roten Schein fest. Als er die Tür öffnete, schlugen ihm bereits Flammen entgegen. Er verständigte umgehend die Feuerwehr, und das Paar konnte mit seinen beiden Kleinkindern, im Alter von einem und zwei Jahren, das Gebäude über den Kellerausgang verlassen.
Die Frau und die beiden Kinder wurden zur medizinischen Beobachtung in ein Krankenhaus in Innsbruck eingeliefert. Das Feuer führte zur vollständigen Zerstörung des Hauses sowie von zwei davor abgestellten PKWs. Im Einsatz waren die Feuerwehren Vöglsberg, Großvolderberg, Wattens, Volders, Wattenberg, Amras und die Berufsfeuerwehr Innsbruck mit insgesamt 20 Fahrzeugen und 129 Einsatzkräften, ergänzt durch vier Rettungsfahrzeuge. Ein Feuerwehrmann wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus nach Hall in Tirol transportiert.
Am 8. Juli 2026 fand am Vorfallsort eine Brandursachenermittlung durch Brandermittler des Bezirkspolizeikommandos Innsbruck sowie Sachverständige der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung statt. Aufgrund der fortgeschrittenen Zerstörung durch den Brand und dem notwendigen Abbruch des Gebäudes konnte die Ursache nicht festgestellt werden. Nach Abschluss aller Ermittlungen wird ein Bericht an die Staatsanwaltschaft Innsbruck übermittelt.
