Am 15. Februar 2026 fand in der Generali-Arena in 1100 Wien das Wiener Derby statt, an dem insgesamt 15.600 Zuschauer, darunter etwa 1.500 Gästefans, teilnahmen. Vor dem Spiel sorgten über 500 Einsatzkräfte der Wiener Polizei für einen reibungslosen Besuchereingang. Während der Partie kam es im Gästesektor zu mehreren Sachbeschädigungen, und von beiden Fanlagern wurden pyrotechnische Gegenstände gezündet. Ein 26-jähriger Mann wurde durch einen Böller leicht verletzt und musste von anwesenden Sanitätern behandelt werden. Kurz vor dem Ende des Spiels warfen Fans aus dem Gästesektor zahlreiche pyrotechnische Gegenstände, darunter Bengalen, in Richtung Spielfeld und Familientribüne, was zu einer etwa 10-minütigen Unterbrechung führte. Das Spiel konnte anschließend regulär fortgesetzt und abgeschlossen werden.
Nach dem Spiel kam es im Bereich des Reumannplatzes während des Abstroms zu gewaltsamen Ausschreitungen von Anhängern des SK Rapid gegenüber der Polizei. Vermummte Personen bewarfen die Einsatzkräfte gezielt mit Pyrotechnik, Glasflaschen, Bechern und Möbelstücken. Dabei wurden auch mehrere Sachbeschädigungen, unter anderem an einem Polizeifahrzeug, verzeichnet. Um die öffentliche Ordnung und Sicherheit wiederherzustellen, setzten die Einsatzkräfte unter anderem Pfefferspray ein.
Eine Polizeibeamtin wurde während des Einsatzes durch Pyrotechnik verletzt und konnte ihren Dienst nicht fortsetzen.
Die bisherigen Ermittlungen haben zu 21 strafrechtlichen und 96 verwaltungsstrafrechtlichen Anzeigen geführt. Weitere Untersuchungen, insbesondere wegen des Verdachts auf Widerstand gegen die Staatsgewalt, versuchte schwere Körperverletzung und Sachbeschädigung, sind im Gange. Zu diesem Zweck werden auch die lokalen Videoüberwachungen ausgewertet.
