Am 27. August 2026 führten Beamte der Landesverkehrsabteilung Wien – Fahrraddienst im Wiener Stadtgebiet eine Schwerpunktaktion durch, die sich besonders auf E-Scooter- und Fahrradlenker konzentrierte. Im Rahmen dieser Aktion wurden insgesamt 136 Organmandate ausgestellt und 46 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrsvorschriften erstattet.
Besondere Aufmerksamkeit galt mutmaßlich technisch veränderten E-Scootern. Bei Rollentestungen wurden Geschwindigkeiten von bis zu 79 km/h registriert, zusätzlich wurden Geschwindigkeiten von 66 km/h, 63 km/h, 49 km/h, 48 km/h, 42 km/h und 39 km/h festgestellt. Dies führte zu entsprechenden verwaltungsstrafrechtlichen Anzeigen.
Darüber hinaus wurden im Zuge der Kontrollen verschiedene Verstöße festgestellt, darunter das Missachten von Rotlicht, die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt, das Befahren von Gehsteigen und Fußgängerzonen sowie weitere Verkehrsübertretungen.
Eine Person wurde identifiziert, die mit 172 offenen Strafbeträgen in Höhe von über 20.000 Euro konfrontiert war, was einer Ersatzfreiheitsstrafe von insgesamt 202 Tagen und 16 Stunden entsprach. Diese Person konnte die offenen Strafakten nicht begleichen und wurde nach der Festnahme in ein Polizeianhaltezentrum verbracht.
Die Wiener Polizei plant, auch zukünftig Schwerpunktkontrollen durchzuführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen durch E-Scooter- und Fahrradlenker zu überwachen.
