Am 25. September 2026 um 11:45 Uhr erhielt die Polizei in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus einen Notruf von einer Frau, die in einem benachbarten Mehrparteienhaus einen lauten Knall gehört hatte, den sie für einen Schuss hielt. Kurze Zeit später sah sie einen Mann an einem der Fenster des Wohnhauses, der sich nach dem Eintreffen der Polizei erkundigte. Sein Verhalten erschien der Zeugin verdächtig.
Die alarmierten Polizeibeamten konnten die Wohnung ermitteln, aus der der mutmaßliche Schuss gekommen war. Beamte der Sondereinheit Wega forderten den Mann im Inneren der Wohnung auf, die Tür freiwillig zu öffnen. Dieser erklärte, dass ihm dies nicht möglich sei, da er keinen Schlüssel besitze. In der Folge wurde die Wohnungstür gewaltsam geöffnet. Im Inneren befand sich ein 31-jähriger Mieter mit Staatsangehörigkeit der Russischen Föderation.
Die Beamten stellten eine geringe Menge Munition, ein Pfefferspray sowie eine Patronenhülse im Eingangsbereich der Wohnung sicher. Zudem bemerkten sie, dass das Schloss der Eingangstür durch eine mutmaßliche Schussabgabe stark deformiert war, sodass ein Öffnen mit einem Schlüssel nicht mehr möglich war. Aufgrund der Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt, jedoch konnte keine Schusswaffe gefunden werden.
Der 31-Jährige wurde vorläufig festgenommen und äußerte sich im Rahmen einer Einvernahme nicht zu den Vorwürfen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er schließlich auf freiem Fuß angezeigt.
