In der Nacht zum 7. Februar 2026 um 00:30 Uhr kam es in der Tichtelgasse im 12. Bezirk zu einem Vorfall, bei dem ein 39-jähriger Mann eine 21-jährige Sexarbeiterin zu einem vermeintlichen Kunden brachte. Am angegebenen Ort näherten sich mindestens drei Personen dem Fahrzeug des 39-Jährigen, attackierten ihn mit Pfefferspray und zogen die 21-Jährige gewaltsam aus dem Auto in einen anderen Pkw.
Anschließend fuhren die Verdächtigen mit der Frau auf die A4 in Richtung Fischamend. Die 21-Jährige äußerte den Verdacht, dass sie gegen ihren Willen in ihre Heimat Rumänien gebracht werden sollte, wo sie zuvor möglicherweise von Familienangehörigen zur Prostitution gezwungen worden war.
Der 39-Jährige konnte zwischenzeitlich die Betreiberin des Laufhauses, in dem die 21-Jährige untergebracht war, kontaktieren. Diese informierte umgehend den Polizeinotruf. Eine sofort eingeleitete Fahndung führte dazu, dass Beamte der Polizeiinspektion Schwechat den Pkw auf der A4 stoppen und die Frau befreien konnten. Die drei mutmaßlichen Täter, ein 18-jähriger und ein 27-jähriger Mann sowie eine 25-jährige Frau, alle rumänische Staatsangehörige, wurden festgenommen. Die 25-Jährige ist die Schwester des Opfers.
Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen, die derzeit andauern.
