20. Februar 2026
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Graz

Update zum Tötungsdelikt: Ermittlungen zur ‚Home Invasion‘ laufen

Landeskriminalamt Oberösterreich

Im Zuge der Ermittlungen zur Aufklärung eines Tötungsdelikts in der Linzer Harrachstraße, welches am 19. Januar 2026 bekannt wurde, wird folgendes Update bereitgestellt:

Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Fall eine „Home Invasion“ vorliegt. Es wird angenommen, dass die Täter in räuberischer Absicht in die Wohnung eindrangen und das Opfer gewaltsam zur Herausgabe von Wertgegenständen zwangen. Das Opfer erlag schließlich den Folgen dieser Gewalteinwirkung.

Das Mobiltelefon des Opfers konnte nicht in der Wohnung aufgefunden werden. Es wird vermutet, dass die Täter dieses mitgenommen haben. Zum Zeitpunkt der Tat war das Mobiltelefon am Abend des 17. Januar 2026 im Mobilfunknetz eingeloggt. Das Opfer nutzte zuvor hauptsächlich einen Messenger-Dienst, auf dessen Daten die Strafverfolgungsbehörden keinen Zugriff haben.

Die fehlende Möglichkeit, auf die Verbindungsdaten und Kontaktlisten von Messenger-Diensten zuzugreifen, stellt eine erhebliche Herausforderung für die Ermittlungen dar. Landespolizeidirektor Andreas Pilsl betont, dass es für Anbieter von Messenger-Diensten bei schwerwiegenden Straftaten notwendig sein sollte, bestimmte Daten zur Verfügung zu stellen. Ohne entsprechende Werkzeuge wird die Aufklärung von Verbrechen zunehmend erschwert.

Da die Tat voraussichtlich in den Abendstunden des 17. Januar 2026 stattfand, könnte ein Zusammenhang mit dem Besuch einer unbekannten Person und dem Konsum von zwei Pizzen in Betracht gezogen werden, was ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen ist.

Am 19. Februar 2026 wurde der Tatort im Auftrag der Staatsanwaltschaft Linz von einem gerichtlich beeideten Kriminalpsychologen begutachtet, der zusätzlich mit einer umfassenden Fallanalyse beauftragt wurde.

Die Sichtung und Auswertung von Aufzeichnungen aus verschiedenen Überwachungskameras in der Umgebung des Tatortes sowie die Analyse von Telekommunikationsdaten und elektronischen Datenträgern sowie diverse Rechtshilfeersuchen an ausländische Internetdienstanbieter wurden bereits angesprochen. Die Bearbeitung dieser Anfragen kann erfahrungsgemäß mehrere Wochen oder Monate in Anspruch nehmen, selbst bei schwerwiegenden Verbrechen.

Insgesamt stehen die Strafverfolgungsbehörden vor einer Situation, die die Ermittlungen äußerst anspruchsvoll und zeitintensiv macht. Das Landeskriminalamt Oberösterreich und die Staatsanwaltschaft Linz setzen alle verfügbaren Ressourcen ein, um eine möglichst rasche Klärung des Falls zu erreichen.

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