Ein Unternehmen aus dem Bezirk Gmünd stellte im Zeitraum von Februar 2025 bis September 2026 erhebliche Fehlbeträge in der Buchhaltung fest und ging zunächst von einem Cyberangriff aus. In Folge dessen wurden externe IT-Forensiker sowie die interne Controlling-Abteilung hinzugezogen, und es fanden umfassende Ermittlungen durch die Bediensteten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, insbesondere aus dem Bereich IT-Beweissicherung, sowie der Polizeiinspektion Schrems statt. Diese Untersuchungen ergaben jedoch, dass sich keine Schadsoftware im System befand.
Im Verlauf der Erhebungen wurde ein 26-jähriger Mann aus dem Bezirk Gmünd als tatverdächtig identifiziert. Der Beschuldigte, der als Buchhalter im Unternehmen beschäftigt war, soll seine Verfügungsbefugnis über das Firmenvermögen missbraucht haben. Ihm wird vorgeworfen, in dem genannten Zeitraum über 670 Überweisungen an fingierte Empfänger und Konten eigenmächtig getätigt zu haben, was zu einem Gesamtschaden von rund 900.000 Euro führte.
Bei der durchgeführten Vernehmung machte der Beschuldigte von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Krems an der Donau wurde er in die dortige Justizanstalt eingeliefert.
