Am 16. April 2024 um 15:30 Uhr wurde in einem Keller eines Mehrparteienhauses in 1050 Wien während Sanierungsarbeiten eine unbekannte männliche Leiche aufgefunden. Erste Spurenauswertungen der Kriminalpolizei deuteten auf ein Tötungsdelikt hin. Trotz internationaler Polizeizusammenarbeit und dem Abgleich von Datenbanken konnte die Identität des Opfers bis zum aktuellen Zeitpunkt nicht festgestellt werden.
Auch die von der Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien veröffentlichten Fotos der sichergestellten Kleidung führten nicht zu neuen Erkenntnissen. Im Rahmen der fortlaufenden Ermittlungen wurde in Kooperation mit dem Zentrum für Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Wien eine Gesichtsweichteilrekonstruktion erstellt. Dieses rekonstruierten Bild stellt eine Annäherung an das mögliche Erscheinungsbild des Opfers dar.
Zusätzlich wird die erneut veröffentlichte Bekleidung des Opfers der Staatsanwaltschaft Wien zur Verfügung gestellt, um Hinweise zu erhalten, die möglicherweise mit einem vor rund 25 Jahren verschwundenen oder abgängigen Person in Verbindung stehen.
Bisherige Erkenntnisse zu dem unbekannten Opfer umfassen:
– Der Leichnam ist schätzungsweise seit etwa 25 Jahren an diesem Ort vergraben, was durch umfassende kriminaltechnische und wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt wurde.
– Es handelt sich um einen etwa 170 cm großen, zum Zeitpunkt des Todes circa 30 Jahre alten, schlanken Mann.
– Der Leichnam wies ein vollständiges Gebiss auf.
– Weitere Ermittlungen deuten darauf hin, dass das Opfer wahrscheinlich aus dem nordafrikanischen Raum, möglicherweise aus Ägypten, stammt.
Sachdienliche Hinweise können direkt beim Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01-31310-33800 sowie in jeder Polizeidienststelle, auch anonym, entgegengenommen werden.
