Am 29. Januar 2026 um 11:00 Uhr ereignete sich im Bereich des Kurparks Alterlaa in Wien ein Vorfall, bei dem ein älteres Ehepaar Opfer eines Trickbetrugs wurde. Eine unbekannte Frau mit einem Akzent kontaktierte das Ehepaar über das Festnetztelefon und gab sich als Anwältin aus. Sie informierte das Ehepaar darüber, dass ihre Tochter in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt sei, bei dem eine schwangere Frau verletzt wurde und das ungeborene Kind gestorben sei. Zudem behauptete die Anruferin, die Tochter sei bereits inhaftiert und könne nur durch die Zahlung einer bestimmten Geldsumme befreit werden.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs fragte die angebliche Anwältin nach Gold und Schmuck, die zusätzlich zur Bargeldzahlung benötigt würden. Sie kündigte an, dass ein männlicher Bote die Wertgegenstände abholen würde. Das Ehepaar, das Bargeld zu Hause hatte, stimmte der Zahlung zu und blieb während des gesamten Gesprächs mit der Anruferin in Kontakt. Diese wies sie an, sich vor die Wohnung zu begeben und auf die Abholung zu warten.
Kurze Zeit später erschien ein unbekannter Mann vor dem Wohnhaus, dem das betagte Ehepaar ein Kuvert mit Bargeld übergab. Die Identität dieses Mannes ist derzeit nicht bekannt.
Die Polizei empfiehlt zur Prävention folgende Maßnahmen:
– Bewahren Sie Ruhe und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Diskutieren Sie nicht über Forderungen oder Angebote.
– Brechen Sie im Zweifelsfall das Telefonat ab.
– Kontaktieren Sie den identifizierten Verwandten über die übliche Rufnummer und bestehen Sie auf ein persönliches Treffen.
– Treffen Sie aus emotionalen Gründen keine schnellen Entscheidungen.
– Übergeben Sie kein Bargeld an Unbekannte oder „Freunde“ des vermeintlichen Verwandten.
– Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihren Wohnraum.
