Am 25. September 2023, gegen 13.30 Uhr, wurden in einer Wohnung in Kitzbühel eine 48-jährige Frau und ihr 5-jähriger Sohn, beide österreichische Staatsangehörige, tot aufgefunden. Erste Ermittlungen ergaben, dass bei der Frau keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vorlagen. Die Todesursache des Jungen wird derzeit durch eine von der Staatsanwaltschaft Innsbruck angeordnete Obduktion untersucht. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen, und die Tatortarbeit ist noch im Gange.
Im Laufe des Vormittages wurden die Obduktionen an der GMI Innsbruck durchgeführt. Dabei konnten beim 5-jährigen Jungen keine sichtbaren Zeichen von Gewalteinwirkung festgestellt werden, jedoch sind weitere histologische und toxikologische Untersuchungen notwendig, um die genaue Todesursache zu klären. Bei der Mutter wurden ebenfalls keine Anzeichen von Fremdeinwirkung gefunden, weshalb von einem Suizid ausgegangen wird.
Gemäß dem aktuellen Stand der Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die 48-jährige Frau, zu der der letzte telefonische Kontakt mit ihrem Freundes- und Bekanntenkreis am Sonntag stattfand, ihren Sohn im Lauf des Montags getötet und anschließend Selbstmord verübt hat. Die Ermittlungen zur Motivlage sind noch im Gange, weshalb derzeit keine Aussagen dazu getroffen werden können.
Zusätzlich ergaben die vorliegenden Befunde der GMI Innsbruck, dass beim 5-jährigen Jungen von einem Ertrinkungstod auszugehen ist; die toxikologischen Untersuchung verlief ohne Auffälligkeiten. Polizistische Ermittlungen zur Motivlage sind weiterhin im Verlauf.
