Am 23. April 2026, gegen 17:10 Uhr, wurde bei der Landesleitzentrale der Landespolizeidirektion Niederösterreich ein Brand in einer Wohnung eines Mehrparteienhauses in Hollabrunn gemeldet. Eine 45-jährige Frau bemerkte Brandgeruch im Stiegenhaus und begab sich in die Wohnung ihres 57-jährigen Verwandten. Dort fand sie eine bereits in Vollbrand stehende Sitzbank vor. Sie wollte ihren Verwandten im Schlafzimmer suchen, konnte jedoch wegen der starken Rauchentwicklung nicht weitergehen. Daraufhin alarmierte sie die Nachbarn und leitete die Rettungsmaßnahmen ein.
Die Freiwillige Feuerwehr Hollabrunn übernahm die Evakuierung der Hausbewohner und rettete den 57-jährigen Mann, der schwer verletzt war, aus der Wohnung. An dem Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Hollabrunn, Wullersdorf und Magersdorf mit 11 Fahrzeugen und 49 Einsatzkräften beteiligt. Um 18:20 Uhr konnte „Brand aus“ gemeldet werden. Nach einer Überprüfung wurden die Wohnungen, mit Ausnahme des Brandobjekts, wieder für die Bewohner freigegeben.
Der 57-Jährige verstarb am Einsatzort, während die 45-jährige Frau mit dem Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung ins Landesklinikum Hollabrunn gebracht wurde.
Die Ermittlung der Brandursache erfolgt durch Beamte des Landeskriminalamtes Niederösterreich, die mit Sachverständigen des Bundeskriminalamtes und dem Bezirksbrandermittler zusammenarbeiten. Diese Ermittlungen sind für den 24. April 2026 vorgesehen.
