Am 26. August 2026, gegen 14:55 Uhr, absolvierte eine Gruppe von vier befreundeten, italienischen Bergsteigern – bestehend aus drei Frauen und einem Mann aus Südtirol – einen Abstieg über die Ostflanke der „Hohen Wand“ (Croda Alta, 3.289 Meter). In einer Höhe von etwa 2.900 Metern, kurz vor dem Stampflkees, ging eine 58-jährige Teilnehmerin der Gruppe voraus. Plötzlich gerieten etwa zehn Meter vor dem Erreichen des Stampflkees Steine und Felsen in Bewegung. Die Alpinistin wurde von einem Felsbrocken getroffen und etwa zehn Meter bis zum Stampflkees mitgerissen.
Die Begleiter reagierten umgehend, indem sie zur verletzten Bergsteigerin hinabstiegen, Erste Hilfe leisteten und einen Notruf absetzten. Die Meldung erreichte die Landesnotrufzentrale Südtirol, die daraufhin die Finanzwache Sterzing sowie die Bergrettung informierte. Die alarmierten Einsatzkräfte der Bergrettung Südtirol wurden mit einem Notarzthubschrauber zur Unfallstelle geflogen und übernahmen die medizinische Versorgung der Verunglückten. Leider kam für die 58-Jährige jede Hilfe zu spät; sie erlag an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.
Nachdem die Unfallstelle als auf österreichischem Staatsgebiet liegend identifiziert wurde, wurde die Leitstelle Tirol informiert. Die weiteren Ermittlungen sowie die Bergung der Verstorbenen wurden von den österreichischen Behörden übernommen.
