Am 28. Juni 2026 kam es in Bludenz, unterhalb des CKG-Wasserfalls in der Ill, zu einem schweren Badeunfall. Ein 40-jähriger Mann befand sich zusammen mit seinem 10-jährigen Sohn, einem 22-jährigen Bekannten und seinem Schwiegervater im Fluss. Während der Mann im Wasser unterhalb des Wasserfalls war, stand der Junge an der Kante des Wasserfalls. Kurz darauf sprangen der 10-Jährige und der 22-Jährige gemeinsam hinunter. Aufgrund der starken Strömung und der Sogkräfte der Wasserwalze wurden alle drei Personen unter Wasser gedrückt und tauchten nicht mehr auf.
Der Schwiegervater bemerkte den Vorfall vom Ufer aus und sprang ins Wasser. Es gelang ihm, seinen Schwiegersohn zu erfassen und ans rechte Flussufer zu ziehen. Danach suchte er weiter nach den beiden Vermissten. Der 22-Jährige wurde von einem Ersthelfer gefunden und ans linke Flussufer gebracht, wo sofort mit Reanimationsmaßnahmen begonnen wurde. Der 10-jährige Junge konnte etwa 300 Meter flussabwärts von einer Passantin treibend entdeckt und zusammen mit zwei weiteren Helfern aus dem Wasser geborgen werden; auch in diesem Fall wurden bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Reanimationsmaßnahmen durchgeführt.
Leider verstarb der 22-Jährige trotz der durchgeführten Maßnahmen am Vorfallsort. Der 10-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen, wo er am Abend seinen Verletzungen erlag. Der 40-Jährige wurde zunächst ins Landeskrankenhaus Bludenz und anschließend ins Landeskrankenhaus Feldkirch überstellt.
An den Rettungsmaßnahmen waren zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt, darunter:
– Freiwillige Feuerwehr Bludenz (5 Fahrzeuge, 30 Einsatzkräfte)
– Freiwillige Feuerwehr Nüziders (6 Fahrzeuge, 50 Einsatzkräfte)
– Freiwillige Feuerwehr Bürs (3 Fahrzeuge, 20 Einsatzkräfte)
– Freiwillige Feuerwehr Bludesch (4 Fahrzeuge, 24 Einsatzkräfte)
– Wasserrettung (7 Fahrzeuge, 36 Einsatzkräfte)
– Rotes Kreuz (3 Rettungsfahrzeuge, 12 Einsatzkräfte, sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug)
– Rettungshubschrauber C8, Libelle und Gallus 1
– Polizei (5 Fahrzeuge, 10 Beamte)
Für weitere Informationen zu diesem Badeunfall wird die Österreichische Wasserrettung zuständig sein.
