Am 16. Januar 2026 um 08:40 Uhr meldete ein Unterkunftgeber in Kappl das Verschwinden eines Gastes. Auffällig war, dass dessen Schiausrüstung nicht mehr im Skikeller zu finden war, während das Mobiltelefon im Zimmer zurückgelassen wurde. Erhebungen bei Krankenhäusern, Pistenrettungen und Ärzten ergaben keine Hinweise auf den Verbleib des Gastes. Über die Silvretta Seilbahn AG wurde ermittelt, dass der Mann am 15. Januar 2026 um 09:50 Uhr letztmalig das Drehkreuz der Pardatschgratbahn passierte.
In der Folge wurde angenommen, dass sich der Gast im freien Gelände abgängig befand. Eine Suchaktion wurde eingeleitet, an der die Alpinpolizei, die Pistenrettung Ischgl, die Bergrettung Ischgl sowie die Lawinenkommission teilnahmen. Im Variantenbereich westlich des Bürkelkopfes wurde eine Schneebrettlawine festgestellt, in deren Kegel ein Teil eines Schistockes sichtbar war. Nach bisherigen Erkenntnissen verließ der Mann am 15. Januar 2026 gegen 10:00 Uhr den organisierten Schiraum und löste in einem steilen Nord-Nord-West-Hang eine Schneebrettlawine aus. Er wurde etwa 65 Meter mitgerissen und etwa 110 cm tief verschüttet. Der Mann trug keine Lawinennotfallausrüstung. Die Bergung des Leichnams erfolgte durch die Pistenrettung Ischgl.
