1. Januar 2026
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Silvesternacht in Niederösterreich: Häufige Brände durch Pyrotechnik

In der Silvesternacht des 31. Dezember 2025 kam es in Niederösterreich zu mehreren Brandeinsätzen. In einigen Fällen steht die Verwendung von Pyrotechnik als Ursache fest, während in anderen Fällen die Ermittlungen der Bezirksbrandermittler noch andauern.

Im Bezirk Tulln, in der Gemeinde Klosterneuburg, zündeten unbekannte Täter am 31. Dezember 2025, gegen 15:30 Uhr, einen pyrotechnischen Gegenstand unter einem ordnungsgemäß abgestellten Pkw und flüchteten anschließend unerkannt. Eine sofortige Fahndung blieb erfolglos, und der entstandene Schaden am Fahrzeug ist derzeit noch nicht bekannt.

In Schwechat, im Bezirk Bruck an der Leitha, beobachteten Beamte der Polizeiinspektion Wiener Straße am 31. Dezember 2025, gegen 21:45 Uhr, zwei Männer, die in der Steggasse einen Böller zündeten und diesen in einen Mistkübel warfen. Der dadurch entstandene Brand führte zum Entstehen eines Flurbrands, den die Beamten vor dem Eintreffen der Feuerwehr noch löschen konnten. Ein flüchtender 21-jähriger Mann aus Wien-Simmering konnte aufgehalten werden. Er hatte pyrotechnische Gegenstände der Kategorien F3 und F4 sowie eine geringe Menge Cannabis bei sich. Diese wurden sichergestellt, und Anzeigen an die Staatsanwaltschaft und die Bezirksverwaltungsbehörde folgen.

In der selben Gemeinde wurde bereits zuvor, gegen 21:23 Uhr, ein durch Pyrotechnik verursachter Flurbrand durch Beamte der Polizeiinspektion Wiener Straße gelöscht. Gegen 21:50 Uhr wurde im Bezirk Mistelbach, in der Gemeinde Ladendorf, ein Feuerwerk von einem bekannten Mann gezündet. Der Funkenflug entzündete dabei die Thujenhecke des Nachbargrundstücks.

Im Bezirk Scheibbs, in der Gemeinde Scheibbs, setzten unbekannte Täter gegen 22:20 Uhr eine Birke in Brand. Wenige Minuten später, gegen 22:35 Uhr, kam es in Brunn am Gebirge, Bezirk Mödling, an einer Müllinsel zu Bränden in mindestens fünf Mistkübeln, ebenfalls entfacht durch unbekannte Täter.

In Hagenbrunn, Bezirk Korneuburg, entzündeten fünf Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren am 1. Januar 2026, um Mitternacht, eine Feuerwerksbatterie der Kategorie F2. Wegen starker Windböen kippte diese um und feuerte Leuchtkörper in eine Thujenhecke, was zu einem Brand führte.

Im Bezirk Baden, in Tattendorf, wurden Beamte gegen 00:15 Uhr zu einem Flurbrand gerufen, vermutlich ausgelöst durch Pyrotechnik, der eine Fläche von etwa 600 Quadratmetern betraf. Kurz danach, um 00:25 Uhr, kam es in Ebreichsdorf, in der Fischagasse, zu einem Pkw-Brand. Ein Feuerwerkskörper hatte offensichtlich einen Brand im Bereich des Fahrzeugs verursacht, sodass das Auto vollständig ausbrannte.

Um 00:35 Uhr in einer Wohnanlage in Oberwaltersdorf wurde eine vermutlich noch glühende Feuerwerksbatterie in einen Müllcontainer geworfen, was zu einem Brand führte.

Im Bezirk Hollabrunn, in Hollabrunn, zündeten Unbekannte am 1. Januar 2026, um 00:45 Uhr, im Innenhof eines Mehrparteienhauses einen pyrotechnischen Gegenstand, was erheblichen Sachschaden verursachte: Das Glas der Eingangstür wurde herausgedrückt, Kellerfenster zersplitterten und ein Garagentor wurde beschädigt.

Gegen 01:00 Uhr begann in Gänserndorf ein Carport-Brand, der von der Freiwilligen Feuerwehr rasch gelöscht wurde. Es wird geprüft, ob ein Zusammenhang mit zuvor gezündeter Pyrotechnik besteht. Ebenso entstand in einem Mehrparteienhaus in Ennsdorf, Bezirk Amstetten, gegen 01:00 Uhr ein Brand, der vier Wohnungen betraf. Drei Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Schließlich kam es in Schwechat, Bezirk Bruck an der Leitha, am 1. Januar 2026, um 01:05 Uhr, zu einem Brand in der Garage eines Mehrparteienhauses. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, der Sachschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt. Eine Brandursachenermittlung wurde eingeleitet.

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