In der Silvesternacht ereigneten sich in Wien zahlreiche Einsätze, die den Erwartungen entsprachen. In der Landesleitzentrale Wien wurden insgesamt 3.560 Notrufe registriert, aus denen 1.105 Einsätze für die Polizei resultierten. Unter den Einsätzen befanden sich Fälle von Lärmerregungen, Sachbeschädigungen und der illegalen Verwendung pyrotechnischer Gegenstände.
Im 10., 13. und 20. Bezirk gab es insgesamt drei schwerwiegende Verletzungen aufgrund von pyrotechnischen Geräten. Gegen 17:45 Uhr alarmierten Freunde eines 13-jährigen Jungen die Einsatzkräfte, als dieser im 13. Bezirk am Roten Berg einen Böller entdeckte und zündete. Infolgedessen kam es zu einer Explosion, bei der der Jugendliche schwer verletzt wurde. Er verlor bei diesem Vorfall zwei Fingerkuppen und erhielt von der Berufsrettung Wien erste Hilfe, bevor er in ein Krankenhaus gebracht wurde.
Um 23:00 Uhr zündete ein 22-Jähriger im 20. Bezirk am Friedrich-Engels-Platz einen Knallkörper, der unmittelbar in seiner Nähe explodierte. Der Mann erlitt schwere Gesichts- und Handverbrennungen sowie Rissquetschwunden an der Wange und am linken Zeigefinger. Auch er wurde von der Berufsrettung Wien sowie einem Notarzt erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht.
In einem Park im 10. Bezirk zündete ein 14-Jähriger gegen 01:00 Uhr einen Knallkörper, der nach ersten Erhebungen in seiner Hand detonierte. Der Jugendliche zog sich dabei schwere Verletzungen zu, die zur Amputation einer Hand führten. Auch er erhielt erste Hilfe von der Berufsrettung Wien und wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht. Bei ihm wurden zudem zahlreiche pyrotechnische Gegenstände sichergestellt.
In Wien wurden insgesamt 136 Anzeigen und 12 Organmandate nach dem Pyrotechnikgesetz erstattet. Darüber hinaus wurden rund 2.342 pyrotechnische Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von 203 Kilogramm sichergestellt, und es gab 14 Anzeigen wegen Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit der Zündung dieser Gegenstände.
