Am 2. März 2026, um 19:15 Uhr, wurden mehrere Polizeistreifen zu einem Wohnhaus in Strasshof, Bezirk Gänserndorf, alarmiert, nachdem ein 81-jähriger Mann seine Ehefrau gefährlich bedroht haben soll. Das Opfer hatte sich in einem Raum eingeschlossen. Im Zentralen Waffenregister war der 81-Jährige mit 70 registrierten Waffen vermerkt.
Während der Ermittlung im Obergeschoss sowie im Keller des Hauses entdeckten die Beamten zahlreiche, frei herumliegende Schusswaffen. Aufgrund des dringenden Verdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz und das Kriegsmaterialgesetz ordnete die Staatsanwaltschaft Korneuburg am 3. und 4. März 2026 eine Hausdurchsuchung an, die von Bediensteten des Landesamtes für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung Niederösterreich (LSE NÖ) mit Unterstützung anderer Spezialeinheiten durchgeführt wurde.
Im Rahmen dieser Durchsuchung wurden eine erhebliche Anzahl an Waffen, 550 kg Munition, Kriegsmaterial und diverses Waffenzubehör sichergestellt. Die Überprüfung von etwa 100 illegal besessenen Waffen durch das LSE NÖ ist derzeit noch im Gange.
Der 81-Jährige wird als Waffensammler vermutet. Es liegen keine Hinweise auf einen terroristischen oder religiös motivierten Hintergrund vor. Zudem wurden Datenträger sichergestellt, die vom Landeskriminalamt Niederösterreich hinsichtlich strafbarer Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung überprüft werden.
Ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein Waffenverbot wurden gegen den 81-Jährigen ausgesprochen. Nach Abschluss der Ermittlungen erfolgt eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg.
