Im Zeitraum von September 2024 bis Januar 2026 fanden in Wien umfangreiche Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien, Außenstelle Mitte, Gruppe Glatz, statt, die zur Festnahme eines 45-jährigen österreichischen Staatsbürgers führten. Dieser steht im Verdacht, als mutmaßlicher Serienbetrüger aufgetreten zu sein.
Die Festnahme erfolgte am 22. Januar 2026 mit Unterstützung der WEGA in einem Hostel im Bezirk Favoriten. Der Verdächtige versuchte während des Zugriffs, über ein Fenster und ein davor befindliches Baugerüst zu flüchten, wurde jedoch von den Kriminalbeamten gestoppt.
Im genannten Zeitraum wird ihm vorgeworfen, in mindestens 15 Fällen Wohnungen zur Vermietung angeboten zu haben. Dabei nahm er Anzahlungen, Kautionen sowie Monatsmieten im Voraus entgegen, was zu einem Gesamtschaden von etwa 38.000 Euro führte.
Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass der Mann in 45 bekannten Fällen als angeblicher Mitarbeiter einer Installations- oder Malerfirma auftrat. Er täuschte vor, bei vorwiegend älteren Bewohnern dringende Arbeiten aufgrund angeblicher Wasserschäden durchführen zu müssen, und drängte sie, ihn in ihre Wohnungen zu lassen. Für diese angeblichen Dienstleistungen verlangte er sofortige Barzahlungen. In einigen Fällen wird zudem angeführt, dass er Wertgegenstände aus den betroffenen Wohnungen entwendete und seine Opfer überredete, ihn zur Bank zu begleiten, um Geld abzuheben. Zur Untermauerung seiner Glaubwürdigkeit konnte er gelegentlich durch das Vorlegen von Bestätigungen und seinen Reisepass überzeugen. Die Opfer beschrieben sein Auftreten als freundlich und seriös. Der dabei entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 28.000 Euro.
Bei seiner Vernehmung gab der 45-Jährige, der bereits von der Staatsanwaltschaft Wien wegen weiterer Betrugshandlungen zur Festnahme ausgeschrieben war, Geständnisse ab. Als Motiv nannte er seine Drogensucht sowie die Notwendigkeit, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der Mann in eine Justizanstalt überstellt. Ein sichergestellter Geldschmuck konnte einem 90-jährigen Opfer inzwischen zurückgegeben werden.
