In der Woche vom 16. bis zum 20. März 2026 führten die Schwerverkehrskontrollorgane der Landesverkehrsabteilung Vorarlberg in Zusammenarbeit mit dem mobilen Prüfzug der ASFINAG technische Kontrollen auf dem hochrangigen Straßennetz in Vorarlberg durch. Dabei lag der Fokus auf älteren sowie bemerkenswert desolaten oder defekten Schwerfahrzeugen. Insgesamt wurden 46 Fahrzeuge kontrolliert. Bei 23 dieser Kontrollen wurden Mängel mit der Klassifizierung „Gefahr in Verzug“ festgestellt, was eine Untersagung der Weiterfahrt aus Verkehrssicherheitsgründen erforderlich machte. Die häufigsten Mängel betrafen abgefahrene oder defekte Reifen sowie funktionslose Bremsen.
Insgesamt wurden 95 schwere Mängel, 77 Mängel mit Gefahr in Verzug, 72 Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeitverordnung sowie 44 weitere Verwaltungsübertretungen dokumentiert, die an die zuständigen Bezirkshauptmannschaften gemeldet werden. Um die laufenden Strafverfahren abzusichern, wurden vorläufige Sicherheitsleistungen in Höhe von knapp 22.000 Euro erhoben.
Ein auffälliger Fall war ein in Finnland zugelassenes Sattelkraftfahrzeug, bei dem 9 Mängel mit Gefahr in Verzug sowie 10 schwere Mängel festgestellt wurden. Dazu gehörten unter anderem stark abgefahrene Reifen an der Antriebsachse der Zugmaschine und zwei komplett beschädigte Reifen am Sattelanhänger. An diesem Fahrzeug waren zwei von sechs Bremsen funktionsunfähig, und die Feststellbremse des Sattelanhängers war entfernt worden. Es ist jedoch anzumerken, dass sich der Großteil der kontrollierten Schwerfahrzeuge in einem ordnungsgemäßen Zustand befindet.
