Am Donnerstag, dem 5. November 2026, fand von 09:00 bis 17:00 Uhr ein landesweiter Kontrolltag für den Schwerverkehr in Tirol statt. Dieser Einsatz wurde von der Landesverkehrsabteilung, Mitarbeitenden der acht Bezirkspolizeikommanden und Beamten des Stadtpolizeikommandos Innsbruck organisiert. Unterstützung erhielten die Polizeikräfte von Spezialisten im Bereich Technik, Güterverkehr und Gefahrgut, sowie Technikern des Amtes der Tiroler Landesregierung und dem technischen Prüfzug der ASFiNAG.
Die Kontrollen führten die Beamten an den Haupttransitrouten A12, A13 und S16 sowie im sekundären Straßennetz, darunter die Fernpassstraße, Reschenstraße, Loferer Straße, Drautalstraße, Seefelder Straße, Tiroler Straße und Zillertalstraße, durch. Insgesamt wurden 221 Schwerfahrzeuge und deren Lenkerinnen und Lenker hinsichtlich der Einhaltung der EU-Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeiten), Alkoholbestimmungen, Beladungssicherung, technischem Zustand, Ausrüstung der Fahrzeuge sowie Transportgut, einschließlich Gefahrgütern und den Bestimmungen des Güterbeförderungsgesetzes, überprüft.
Insgesamt ergeben sich aus den Kontrollen folgende Ergebnisse:
– 221 kontrollierte Schwerfahrzeuge
– 24 Fahrzeuglenkern wurde die Weiterfahrt vorübergehend untersagt, bis ein gesetzmäßiger Zustand hergestellt wurde
– 3 Kennzeichen wurden aufgrund technischer Mängel abgenommen, die eine Gefahr in Verzug darstellten
Festgestellte Verwaltungsübertretungen umfassten:
– 784 Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten
– 22 Verstöße wegen Gewichtsüberschreitungen
– 2 Verstöße aufgrund fehlender oder nicht ausreichender Ladungssicherung
– 125 Verstöße wegen technischer Mängel (u.a. Bereifung, Radlager, Bremswirkung, Beleuchtung)
– 9 Verstöße im Zusammenhang mit Gefahrgut
– 153 sonstige Verstöße (z.B. gegen gewerberechtliche Vorschriften, Ausrüstung, Gurtpflicht, Fahrverbot)
– 147 Sicherheitsleistungen von ausländischen Verkehrsteilnehmern wurden eingehoben
Des Weiteren wurden strafbare Handlungen nach § 293 StGB, betreffend die Fälschung eines Beweismittels, festgestellt, die an die Staatsanwaltschaft Innsbruck zur Anzeige gebracht wurden. Diese umfassten:
– 4 Fälle von Manipulation der Lenk- und Ruhezeiten
– Einen Fall von Fälschung eines „Frachtbriefes“, um ein bestehendes Lkw-Fahrverbot zu umgehen
Bei allen kontrollierten Fahrzeuglenkern wurde ein Alkoholvortest durchgeführt, der in allen Fällen negativ ausfiel.
