Am 19. Februar 2026, gegen 16:30 Uhr, ereignete sich in 6450 Sölden, auf der Hochsöldenstraße, ein Fahrzeugabsturz nach einer Frontalkollision mit einem Räumfahrzeug. Ein 52-jähriger Deutscher aus München befuhr mit seinem Auto die Strecke von Hochsölden talwärts, während sich seine 17-jährige Tochter auf dem Beifahrersitz befand. Zur gleichen Zeit lenkte ein 43-jähriger Österreicher ein Räumfahrzeug der Gemeinde Sölden bergwärts in Richtung Hochsölden. Die Gemeindestraße war zu diesem Zeitpunkt schneebedeckt, und Verkehrszeichen wiesen auf die Schneekettenpflicht sowie auf die Linksräumung durch Räumfahrzeuge hin.
Der Österreicher fuhr mit seinem Fahrzeug an der linken Straßenseite, als ihm der Deutsche in einer Linkskurve entgegenkam. Der Österreicher versuchte, sein Fahrzeug weiter an den linken Fahrbahnrand zu lenken, um eine Kollision zu vermeiden. Beim Bremsen geriet das Auto des Deutschen jedoch leicht ins Schleudern und stieß seitlich gegen den Schneepflug. Durch die Position des Schneepfluges wurde das Fahrzeug des Münchners zur gegenüberliegenden Straßenseite abgelenkt, und er konnte es nicht mehr zum Stillstand bringen, weshalb es etwa 30 Meter durch steiles Gelände stürzte.
Zum Zeitpunkt des Unfalls waren am Fahrzeug des Deutschen keine Schneeketten montiert. Ein folgendes Taxi hielt unmittelbar an, und der Fahrgast stieg aus, um zum Unfallfahrzeug zu gelangen. Er konnte die Tochter des Fahrers befreien und zurück zur Straße begleiten. Der Vater blieb hingegen im stark beschädigten Fahrzeug eingeschlossen und wurde später von zwei anwesenden Pistenrettern der Bergbahnen Sölden befreit. Anschließend halfen die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Sölden sowie der Bergrettung Sölden in Anwesenheit eines Notarztes bei der Rettung. Der Verunfallte erlitt schwere Verletzungen und wurde nach notärztlicher Behandlung in die Klinik Innsbruck eingeliefert. Seine Tochter zog sich leichte Verletzungen zu und wurde ins BKH Zams gebracht. Der Fahrer des Räumfahrzeugs blieb unverletzt.
Im Einsatz waren folgende Einheiten:
– Freiwillige Feuerwehr Sölden mit 13 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen
– Rotes Kreuz Sölden mit fünf Sanitätern, zwei Notärzten, einem Einsatzleiter und vier Fahrzeugen
– Bergrettung Sölden mit 15 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen
– Polizeiinspektion Sölden mit einer Streife
Die Bergung des Unfallfahrzeugs stellte sich als äußerst schwierig dar, und am Fahrzeug des Deutschen entstand Totalschaden.
