Ende August 2025 wurde ein 36-jähriger Mann aus dem Bezirk Spittal an der Drau durch eine Werbeschaltung auf einer Online-Video-Plattform auf eine angebliche polnische Investmentfirma aufmerksam. Er erhielt einen Einladungslink zu einer Messenger-Chatgruppe, in der zunächst allgemeine Investmenttipps gegeben wurden.
Im weiteren Verlauf wurde der Mann von einer vermeintlichen persönlichen Betreuerin dazu angeregt, eine Trading-App auf seinem Smartphone zu installieren. Diese App, die mittlerweile nicht mehr verfügbar ist, kredenzte dem Nutzer vermeintlich erfolgreiche Investitionsvorschläge, basierend auf angeblich von Künstlicher Intelligenz generierten Analysen.
Nachdem der 36-Jährige durch eine erste Einzahlung vermeintliche Gewinne angezeigt bekam, tätigte er weitere Investitionen und überwies insgesamt mehrere zehntausend Euro in vier Überweisungen auf drei Konten in Polen, Litauen und Ungarn. Als er versuchte, eine Auszahlung vorzunehmen, wurden von der Täterschaft zusätzliche Provisionsgebühren sowie angebliche Steuerzahlungen gefordert, die als Voraussetzung für die Auszahlung dienten. Zu diesem Zeitpunkt erkannte der Mann den Betrug und erstattete am heutigen Tag Anzeige.
