Am 11. Januar 2026 entwendeten sechs bislang unbekannte Täter in einem Beherbergungsbetrieb im Stadtzentrum von Kitzbühel sechs Reisekoffer einer Reisegruppe. Diese hatten sich im Gangbereich des Hotels befunden und sollten von den Mitarbeitern in die Zimmer gebracht werden.
Am 12. Januar 2026, gegen 06:15 Uhr, wurden die Koffer in einem Bachbett im Stadtgebiet von Kitzbühel in durchwühltem Zustand aufgefunden. Die Täter hatten hochpreisige Kleidungsstücke, Wertgegenstände sowie Bargeld aus den Koffern entnommen, wodurch den Geschädigten ein Gesamtschaden im fünfstelligen Eurobereich entstand.
Ebenfalls am 11. Januar 2026 konsumierten sechs unbekannte Täter in St. Johann in Tirol in einem Gastronomiebetrieb Speisen und Getränke im Wert eines niederen dreistelligen Eurobetrags und verließen anschließend fluchtartig den Betrieb, ohne die Rechnung zu begleichen. Videoaufnahmen deuten darauf hin, dass es sich vermutlich um dieselben Täter handelt.
Die Polizeiinspektion Kitzbühel bittet die Bevölkerung um Unterstützung und stellt folgende Fragen:
– Können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beherbergungsbetrieben an die auf den Fotos sichtbaren Männer erinnern?
– Wer kann Informationen zu den Männern auf diesen Fotos geben?
Hinweise können telefonisch an das Landeskriminalamt Tirol unter +43(0)59133/703333 oder an die Polizeiinspektion Kitzbühel unter +43(0)59133/7200-100 weitergegeben werden.
In einer Ergänzung zur bisherigen Berichterstattung über den schweren Diebstahl im Stadtzentrum von Kitzbühel wird mitgeteilt, dass der Aufenthaltsort der mutmaßlichen Täter durch umfangreiche Ermittlungen ermittelt werden konnte. Am 14. Januar 2026 wurden in St. Johann in Tirol fünf britische Staatsangehörige im Alter von 17 bis 24 Jahren festgenommen, die als Urlauber in einem Beherbergungsbetrieb untergebracht waren. Den Verdächtigen konnten mehrere strafbare Handlungen, darunter schwerer Diebstahl, Einbruchsdiebstahl, Betrug, Sachbeschädigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt, nachgewiesen werden. Ein Großteil des Diebesgutes konnte sichergestellt und den Opfern zurückgegeben werden. Weitere sichergestellte Gegenstände konnten bislang keinem Besitzer zugeordnet werden. Die vorläufige Gesamtschadenssumme beläuft sich auf einen hohen fünfstelligen Eurobetrag. Nach Abschluss der Einvernahmen wurden die Verdächtigen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck auf freiem Fuß angezeigt. Ein Abschlussbericht wird an die Staatsanwaltschaft Innsbruck übermittelt.
