Am 25. September 2026 wanderte eine 54-jährige deutsche Staatsangehörige aus München allein zum Gipfel des Hinteren Sonnwendjochs. Am späten Nachmittag begann sie den Abstieg über den Wanderweg. Im Bereich von Burgstein stürzte sie aus bislang ungeklärter Ursache in ein etwa neun Meter tiefes Loch, das sich zwischen den direkt neben dem Wanderweg befindlichen Felsen befand. Nachdem sie vergeblich versucht hatte, einen Notruf abzusetzen, musste sie schwer verletzt am Boden des Lochs die Nacht verbringen.
Am folgenden Morgen, gegen 07:30 Uhr, bemerkten zwei Wanderinnen während ihrer Sonnenaufgangstour im Abstieg vom Hinteren Sonnwendjoch Hilferufe in der Nähe der Unfallstelle. Nach kurzer Suche fanden sie die schwer verletzte und bereits schwache Frau in dem Loch. Aufgrund der steilen Felswände war es ihnen nicht möglich, zu der Verletzten zu gelangen, weshalb sie sofort die Rettungskette einleiteten. Nach der Erstversorgung und Bergung durch das medizinische Team des NAH sowie der Bergwacht und Bergrettung wurde die Frau zur weiteren Behandlung in das BKH Kufstein transportiert. Bei dem Einsatz waren die Bergwacht Thiersee, die Bergrettung Kufstein und der Notarzt im Einsatz.
