In der Nacht zum 10. Januar 2026, um 00:40 Uhr, versuchten Beamte der Polizeiinspektion Lienz im Stadtzentrum von Lienz, einen PKW-Fahrer einer Kontrolle zu unterziehen, da dieser entgegen der Einbahnstraße fuhr. Der 20-jährige Österreicher reagierte auf das Anhaltezeichen nicht und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit. Die Verfolgung führte zunächst über die Kärntner Straße und die B100 in Richtung Osten, wo er zahlreiche Verkehrsverstöße beging.
Trotz mehrerer Anhalteversuche der Polizeistreife mit Blaulicht und Folgetonhorn setzte der Fahrer seine Flucht fort. Erst nach mehreren Kilometern konnte er in der benachbarten Gemeinde Dölsach mit Unterstützung weiterer Polizeistreifen gestoppt werden. Bei dem Versuch, eine Straßensperre am Ende eines Schotterwegs zu umfahren, kam der PKW im Straßengraben zum Stillstand. Im Fahrzeug befanden sich außerdem zwei männliche Insassen im Alter von 22 Jahren.
Der Fahrer zeigte sich weiterhin unkooperativ und weigerte sich, das Fahrzeug zu verlassen, weshalb er vorläufig festgenommen werden musste. Ein durchgeführter Alkomattest ergab einen positiven Wert. Sein Probeführerschein wurde ihm abgenommen. Es wurden Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit im Straßenverkehr sowie wegen versuchtem Widerstand gegen die Staatsgewalt erstattet. Darüber hinaus erfolgt die Einleitung von Verwaltungsanzeigen bei der Bezirkshauptmannschaft Lienz. Das Fluchtfahrzeug erlitt erheblichen Sachschaden und musste geborgen und abgeschleppt werden.
