Am 27. März 2026 um 19:15 Uhr kam es auf der A2 bei Guntramsdorf zu einem Vorfall mit einem Lkw. Ein Polizist der Landesverkehrsabteilung Wien, der sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Dienstes befand, bemerkte, dass die Fahrzeuge vor ihm abrupt abbremsten. Auch er reduzierte daraufhin seine Geschwindigkeit und sah einen Lkw, der entgegen der Fahrtrichtung in Richtung Wien fuhr.
Da der Lkw nur langsam unterwegs war, parkte der Polizist sein Fahrzeug in einer Pannenbucht, zog eine Warnweste an und näherte sich dem Lkw, um den Fahrer zum Anhalten zu bewegen. Nachdem dieser die Fahrertür verschlossen hatte, gelangte der Beamte durch die Beifahrertür in das Innere des Fahrzeugs. Der Fahrer wirkte verwirrt und beeinträchtigt und hielt trotz mehrfacher Aufforderungen nicht an. Daraufhin zog der Polizist den Fahrzeugschlüssel ab, wodurch der Lkw zum Stillstand kam.
Bis zum Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte versorgte der Beamte den Fahrer mit Wasser und versuchte, ihn zu beruhigen, da ein medizinischer Notfall nicht ausgeschlossen war. Bei der Befragung durch die Polizisten der Polizeiinspektion Tribuswinkel gab der 67-jährige polnische Staatsangehörige an, zuvor zwei Flaschen Wein konsumiert zu haben. Einen Alkotest verweigerte er. Der Führerschein wurde ihm vorläufig entzogen. Da er im Bundesgebiet nicht gemeldet ist, wurde außerdem eine vorläufige Sicherheitsleistung von 2.600 Euro eingehoben. Der Lkw wurde von der Autobahn entfernt und mit einer Radklammer gesichert.
Der 67-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo eine Alkoholisierung von 1,8 Promille festgestellt wurde.
