Am 17. Februar 2026 erhielt ein 65-jähriger Mann in Innsbruck einen Telefonanruf von einer Person, die sich als Polizist ausgab. Der Anrufer informierte ihn über einen angeblichen Überfall in der Nachbarschaft, bei dem eine Person festgenommen worden sei. Zudem behauptete er, bei dem Festgenommenen eine Liste mit weiteren potenziellen Opfern gefunden zu haben, einschließlich des Namens des Anrufers. Um die vermeintlich gefährdeten Personen zu schützen, wolle die Polizei das gesamte Bargeld und andere Wertsachen des 65-Jährigen sicherstellen. Der Anrufer kündigte zudem die Abholung einer angeblichen Münzsammlung an.
Der 65-Jährige erkannte jedoch den Betrugsversuch und informierte die Polizei. Während der Abholung wurden zwei Personen vom Stadtpolizeikommando Innsbruck auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Es handelte sich um eine 24-jährige türkische Staatsbürgerin und einen 25-jährigen deutschen Staatsbürger.
Die Ermittlungen übernahm das Landeskriminalamt Tirol. Die Täterin gestand vollständig und konnte somit auch mit weiteren Taten aus dem Juli 2025 in Verbindung gebracht werden. Ihr Begleiter zeigte sich hingegen nicht geständig und wurde von der 24-Jährigen entlastet. Gegen die türkische Staatsbürgerin wurde Untersuchungshaft verhängt, während ihr Begleiter aus der Haft entlassen wurde.
