Am 20. Januar 2026 erstattete eine 66-jährige Frau in einer Polizeidienststelle Anzeige gegen ihre Pflegeassistentin, eine 50-jährige Frau aus Österreich. Die 66-Jährige, die aufgrund einer Krankheit auf Pflege angewiesen ist, hatte zwischen dem 24. November 2025 und dem 6. Januar 2026 festgestellt, dass von ihrem Konto Bargeld abgehoben wurde. Sie äußerte den Verdacht, dass dies von der Pflegekraft, die sie über eine Onlineplattform kennengelernt hatte, veranlasst wurde.
Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Nord, übernommen. Dabei wurde festgestellt, dass die 50-Jährige bereits wegen Raubes unter Verwendung von Betäubungsmitteln eine Haftstrafe verbüßt hatte und sich momentan mit einer elektronischen Fußfessel befand.
Im Verlauf der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass die Tatverdächtige die 66-Jährige mit stark wirksamen Medikamenten sediert und ihr in diesem Zustand Bankomat- und Kreditkarten entnommen hatte. Zudem hoben der 18-jährige Sohn und die 29-jährige Tochter der Beschuldigten in weiterer Folge mehrfach Bargeld an verschiedenen Geldautomaten ab.
Der Gesamtschaden belief sich auf 4.970 Euro. Alle drei Tatverdächtigen wurden festgenommen und verweigerten die Aussage. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden sie in eine Justizanstalt überführt.
