Am Abend des 18. Juli 2026 erhielt die Polizei einen Notruf, der meldete, dass am Bahnhof Kühnsdorf zwei oder drei Personen auf das Dach eines Intercity-Zuges der ÖBB gestiegen seien. Der Zug, der in Richtung Graz unterwegs war, hatte beim Eintreffen der Polizeistreifen bereits seine Fahrt fortgesetzt und an der Nothaltestelle des Koralmbahntunnels angehalten.
Eine erste Durchsuchung des unmittelbaren Umfelds nach den mutmaßlichen Jugendlichen verlief ohne Erfolg. Bei Erkundungsfahrten der ÖBB konnten zwei Personen angetroffen werden, die jedoch vor der geplanten Übergabe an die Polizei am Bahnhof St. Paul im Lavanttal flüchteten. Da zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich eventuell eine weitere Person im Koralmbahntunnel aufhält, wurden zusätzliche Erkundungsfahrten der ÖBB zwischen den Bahnhöfen St. Paul im Lavanttal und Weststeiermark durchgeführt.
Sowohl die Erkundungsfahrten der ÖBB als auch die Durchsuchungen am Bahnhof St. Paul im Lavanttal hatten keinen Erfolg. Der Koralmbahntunnel war in der Zeit von 19:20 Uhr bis 22:36 Uhr in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Die Ermittlungen zur Identität der Jugendlichen werden fortgesetzt.
