Am 11. Januar 2026, gegen 11:15 Uhr, befand sich ein 29-jähriger britischer Staatsangehöriger zusammen mit zwei Freunden im Skigebiet Rastkogel, das zum Gemeindegebiet Tux gehört. Während sie die Liftrasse der Sesselbahn „8er Horbergjoch“ in talwärts Richtung befuhren, entschied sich der Mann, seinen Begleitern hinterherzufahren und fuhr in einen freien Schiraum. Dabei löste er im Osten einer Rinne eine Schneebrettlawine aus, die eine Ausdehnung von etwa 20 Metern in der Breite und 30 Metern in der Länge hatte.
Der 29-Jährige wurde von der Lawine erfasst und vollständig verschüttet, wobei nur eine Hand aus dem Schnee ragte. Seine Begleiter, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits unterhalb der Rinne befanden, bemerkten nicht, dass er verschüttet wurde. Sie gingen davon aus, dass ihr Freund an einer anderen Stelle weitergefahren war.
Unbeteiligte Zeugen wurden auf den Lawinenabgang aufmerksam, alarmierten den Notruf und konnten den Verschütteten nach etwa fünf Minuten aus den Schneemassen befreien. Laut dem Notarztteam erlitt der Mann keine Verletzungen und gab an, eine Atemhöhle gehabt zu haben. Er lehnte eine medizinische Versorgung ab und setzte seinen Skitag fort.
Die Einsatzkräfte führten eine Nachsuche am Lawinenkegel durch, die jedoch ohne weitere Funde blieb. An den Rettungsmaßnahmen waren unter anderem der Notarzthubschrauber „Alpin 5“ und „Heli 4“, der Polizeihubschrauber „Libelle“, die Bergrettung Tux sowie ein Hundeführer und ein Alpinpolizist der PI Mayrhofen beteiligt.
