Am 18. Februar 2026, um 13:05 Uhr, wurden im Gemeindegebiet von Navis zwei deutsche Tourengeher, ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Ostalpkreis und ein 50-Jähriger, wohnhaft in Belgien, im Bereich der „Oberen Knappenkuchl“ (2120 Meter) von einer Schneebrettlawine erfasst. Diese hatte sich in einem Hang mit einer Steilheit von etwa 40 bis 45 Grad gelöst. Beide Männer hatten ihr ursprüngliches Ziel, den Gipfel des „Geier“ in den Tuxer Alpen, aufgrund der gefährlichen Bedingungen aufgegeben und waren auf dem Weg zu einer Schutzhütte, als sie in einem flachen Bereich nahe eines Wandfußes unterwegs waren.
Der 50-Jährige wurde teilweise und der 43-Jährige vollständig von der Lawine, die eine Breite von etwa 200 Metern und eine Länge von rund 100 Metern hatte, verschüttet. Der älteren der beiden Personen gelang es, sich selbst aus den Schneemassen zu befreien und daraufhin mit seinem LVS-Gerät seinen Partner zu orten. Er lokalisierte ihn mit einer Sonde und grub den bis zu 180 cm tief Verschütteten schließlich aus. Nach der Alarmierung eines Notrufes begann er mit Reanimationsmaßnahmen, da der 43-Jährige keine Atemaktivität zeigte. Die Reanimationsmaßnahmen wurden später von der Ärztin des angeforderten Notarzthubschraubers fortgeführt, blieben jedoch erfolglos, und das Lawinenopfer verstarb an der Unfallstelle. Der Verstorbene wurde anschließend mit einem Hubschrauber des Innenministeriums in das Tal geflogen, während der 50-Jährige mit dem Notarzthubschrauber transportiert wurde.
An dem Einsatz waren beteiligt:
– 2 Notarzthubschrauber
– 1 Hubschrauber des Innenministeriums
– 5 Bergrettungskräfte der Ortsstelle Matrei am Brenner
– 2 Alpinpolizisten
– 1 Streife der Polizeiinspektion Steinach-Wipptal
– Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes
Kontakt zur Polizeiinspektion Steinach-Wipptal: Tel. 059133/7125.
