Am 16. Februar 2026 fuhren ein 29-jähriger, ein 27-jähriger und ein 28-jähriger Snowboardfahrer aus Deutschland im Skigebiet St. Anton am Arlberg. Gegen 13:20 Uhr begaben sie sich vom Bereich „Kappal“ in Richtung „Schöngraben“ und folgten vorhandenen Spuren. Sie versuchten, in den gesicherten Skiraum zurückzukehren, als der 29-Jährige aufgrund des hüfthohen Tiefschnees sein Snowboard ablegte und den Hang querte. Zeitgleich unternahm auch der 27-Jährige einen Querversuch.
In diesem Moment löste sich oberhalb der Freerider eine Schneebrettlawine. Der 29-Jährige wurde von den Schneemassen über eine Strecke von etwa 200 Metern mitgerissen, konnte jedoch seinen Lawinen-Airbag-Rucksack aktivieren und blieb auf der Schneeoberfläche liegen. Der alarmierte Notarzthubschrauber „Gallus 3“ rettete ihn schließlich unverletzt mit einem Seil und brachte ihn ins Tal.
Der 27-Jährige wurde von der Lawine erfasst und etwa 5 Meter mitgerissen, blieb dabei jedoch ohne Verletzungen und konnte eigenständig in Richtung des gesicherten Skigebiets zurückfahren. Der 28-Jährige war nicht betroffen und konnte ebenfalls selbstständig zurückkehren.
Um sicherzustellen, dass keine weiteren Personen verschüttet waren, durchsuchte ein am Tau hängender Flugretter den Lawinenkegel mit einem LVS-Gerät. Dabei wurden mehrere Lawinenanrisse im gesamten Bereich festgestellt. Aufgrund der Verschlechterung der Wetterbedingungen musste der Sucheinsatz unterbrochen werden. Weitere Abklärungen ergaben keine Hinweise auf zusätzliche beteiligte Personen, weshalb der Einsatz um 15:30 Uhr beendet wurde.
Im Einsatz waren die Bergrettung St. Anton am Arlberg, der Notarzthubschrauber „Gallus 3“ und die Alpinpolizei.
