Am 08. Februar 2026, gegen 07:15 Uhr, begaben sich zwei österreichische Wintersportler, ein 63-Jähriger und ein 64-Jähriger, im Gemeindegebiet von Navis zu einer Schitour auf den Berggipfel der Schafseitenspitze, die sich auf 2602 Metern Höhe befindet. Nach einer kurzen Rast am Gipfel entschieden die beiden erfahrenen und gut ausgerüsteten Schifahrer, über einen etwa 40 Grad steilen, nördlich gelegenen Hang abzufahren.
Der 63-Jährige fuhr als Erster und löste dabei ein Schneebrett aus. Die Lawine, die eine Anrisshöhe von etwa 20 Zentimetern hatte, erfasste ihn und riss ihn rund 400 Meter in einer Rinne talwärts mit. Der 63-Jährige wurde bis zur Hüfte verschüttet, blieb jedoch unverletzt und konnte sich selbst befreien. Der 64-Jährige war zu diesem Zeitpunkt noch am Kamm des Berggipfels und wurde nicht von der Lawine erfasst. Nachdem er den Sichtkontakt zu seinem Begleiter verloren hatte, setzte er sofort den Notruf ab.
Der 64-Jährige fuhr anschließend in Richtung seines Partners ab und stellte fest, dass der 63-Jährige sich bereits eigenständig freigeschaufelt hatte. Der 63-Jährige erhielt erste Hilfe durch den Notarzt und wurde anschließend mit einem Notarzthubschrauber mittels Tau geborgen und zu einem sicheren Platz geflogen. Nach der Unfallaufnahme wurde er mit der Libelle Tirol zum Parkplatz zurückgebracht, da seine Schiausrüstung beschädigt war und nicht mehr funktionstüchtig war. Der 64-Jährige machte sich unterdessen selbstständig mit seinen Schiern auf den Weg ins Tal. An diesem Tag galt die Lawinenwarnstufe drei, was als erheblich eingestuft wurde.
Im Einsatz waren die Alpinpolizei, die Libelle Tirol und der Notarzthubschrauber NAH Alpin 5.
