Am 11. Januar 2026, gegen 10:40 Uhr, wurde der Polizeiinspektion Kitzbühel ein Lawinenabgang im Gemeindegebiet Jochberg, an der Bergstation Pengelstein, in Richtung des „Saukasergrabens“ gemeldet. Der Meldende, ein 17-jähriger deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Österreich, war die von der Lawine betroffene Person. Bei einer Befragung durch die Alpinpolizei gab er an, dass er im Bereich des „Hieseleggsees“ die gesicherte Piste verlassen und alleine in die Rinne Richtung „Saukasergraben“ gefahren sei. Dort habe er ein Schneebrett ausgelöst, dem er jedoch entkommen konnte. Aufgrund der angespannten Situation beabsichtigte er, zum Sessellift „Hochsaukaser“ zu fahren, und überquerte einen Osthang. Dabei löste sich direkt über ihm erneut ein Schneebrett, das ihn erfasste. Er konnte den Airbag seines Rucksacks auslösen und wurde zeitweise unter den Schnee gezogen, kam jedoch schließlich an der Oberfläche zum Stillstand. Da er unverletzt blieb, schloss er sich einer vorbeikommenden Freerider-Gruppe an und fuhr ab.
Die Einsatzkräfte durchsuchten daraufhin beide Lawinenkegel, um potenzielle weitere verschüttete Personen zu identifizieren. Der Einsatz wurde um 13:30 Uhr beendet, ohne dass weitere Verschüttete festgestellt werden konnten. Die Lawine hatte eine Länge von etwa 350 Metern und eine Breite von etwa 120 Metern, während der Hang eine Neigung von rund 40 Grad aufwies. Es wurden keine Verletzten gemeldet. An dem Einsatz waren die Bergrettung Jochberg mit 18 Mitgliedern, der NAH C4 und zwei Alpinpolizisten beteiligt.
