Am 25. Februar 2026, gegen 11.30 Uhr, meldete die Pistenrettung des Hintertuxer Gletschers einen Lawinenabgang in der Nähe der Talstation des 6er Sessellifts „Lärmstange“, auf einer Höhe von 2230 Metern. Die Alpinpolizei ermittelte, dass ein 47-jähriger Staatsangehöriger des Vereinigten Königreichs und eine 41-jährige Amerikanerin vom Tuxerfernhaus ins freie Gelände fuhren und in Richtung der Talstation unterwegs waren. Als der 47-Jährige einen Hang mit einer Neigung von etwa 30 Grad querte, löste sich ein Schneebrett mit einer Breite von 60 bis 70 Metern und einer Länge von circa 100 Metern, das ihn einige Meter mitriß. Er blieb dabei unverletzt, während seine Begleiterin, die sich oberhalb der Abbruchkante befand, nicht betroffen war.
Während der Shuttleflüge des NAH Alpin 5 meldete die Besatzung weitere Lawinenabgänge, die 300 Meter oberhalb der bereits bekannten Abrisskante lagen. Die Bergrettung Tux sowie drei Lawinenhundeführer wurden zur Suche in die betroffenen Bereiche geflogen. Zudem wurden zwei weitere Lawinenabgänge am Gipfel der „Weißen Wand“ und im Bereich „Malgrube“ beobachtet, die jeweils durch Selbstauslösung auftraten. Insgesamt wurden sieben Lawinenkegel (darunter drei große und vier kleine) im Bereich des Hintertuxer Gletschers von der Bergrettung Tux, der Alpinpolizei und den NAH Alpin 5/NAH Heli 4 abgesucht. Es wurden keine verschütteten oder verletzten Personen gefunden. An dem Einsatz waren die Bergrettung Tux mit 15 Personen, eine Bergrettungsärztin, drei Lawinensuchhunde, drei Mitarbeiter der Alpinpolizei Schwaz, fünf Mitarbeiter der Gletscherbahnen Hintertux sowie die Hubschrauber NAH Alpin 5 und NAH Heli 4 beteiligt.
