Murau | Ein 23-Jähriger und ein 22-Jähriger, beide aus dem Bezirk Murau, stehen im Verdacht, in den letzten Jahren Suchtmittel gewinnbringend verkauft zu haben. Nun steht die Anklage bevor.
Die Ermittlungen der Suchtmittelgruppe des Bezirkspolizeikommandos Murau, die etwa eineinhalb Jahre in Anspruch nahmen, sind nun abgeschlossen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Leoben wurden die Verdächtigen bereits Anfang Dezember 2024 an ihren Wohnadressen im Bezirk Murau festgenommen. Sie befinden sich seitdem in der Justizanstalt Leoben und sind bis Januar 2026 in Untersuchungshaft.
Im Rahmen der Festnahmen und den dazugehörigen Hausdurchsuchungen wurden Marihuana, kleinere Mengen Kokain, Suchtgift-Utensilien, Verpackungsmaterial, Waffen sowie Bargeld, das aus dem Drogenhandel stammt, sichergestellt.
Erhebliche Mengen an Suchtmitteln
Die Fortführungen der Ermittlungen ergaben, dass die Verdächtigen eine erhebliche Menge an Suchtmitteln abnehmerseitig gehandelt haben. Es wird davon ausgegangen, dass sie insgesamt etwa 5.000 Gramm Marihuana und rund 100 Gramm Kokain in Verkehr gebracht haben, mit einem Straßenverkaufswert von rund 60.000 Euro.
Netzwerk
Die Organe der Ermittlungen kommen zu dem Schluss, dass die Verdächtigen das Kokain und Marihuana in einer professionellen und organisierten Weise vertrieben. Sie bedienten insgesamt 52 Suchtgift-Abnehmer und setzten auch sogenannte „Sub-Dealer“ und Kuriere in ihren kriminellen Aktivitäten ein. In einigen Fällen dürften die Verdächtigen mit Waffengewalt, Nötigungen und Drohungen agiert haben, um die Umsätze und Gewinne im Drogenhandel zu maximieren und das kriminelle Netzwerk aufrechtzuerhalten. Die Suchtgift-Zustellungen erfolgten im gesamten obersteirischen Raum.
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Alle identifizierten 52 Suchtgift-Abnehmer sowie die in Verbindung stehenden „Sub-Dealer“ oder sonstige Mittäter wurden bereits an die Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt. Mit dem Abschluss der Ermittlungen bereitet die Staatsanwaltschaft Leoben nun die Anklageschrift gegen die beiden Verdächtigen vor.
