Am 22. März 2026 um 21:30 Uhr führte die Polizei am Hauptbahnhof in 1100 Wien eine fremdenrechtliche Schwerpunktkontrolle durch. Während dieser Kontrolle wurden Beamte der Polizeidiensthundeeinheit auf laute Schreie am Taxistand aufmerksam. Ein Taxilenker, der zwei Jugendliche sah, die in Richtung Bahnhofshalle flüchteten, rief mehrmals nach der Polizei. Die Beamten intervenierten umgehend und nahmen die Verfolgung auf.
Kurze Zeit später gelang es ihnen, einen der beiden Flüchtenden, einen 15-jährigen Syrer, anzuhalten. Dieser wehrte sich jedoch stark, schubste eine Beamtin zu Boden und fiel dabei ebenfalls. Der Jugendliche wurde vorläufig festgenommen.
Bei den nachfolgenden Erhebungen stellte sich heraus, dass die beiden Jugendlichen mit einem Taxi von Wien-Floridsdorf zum Hauptbahnhof gefahren waren. Bei ihrer Ankunft hatten sie den Fahrpreis nicht beglichen und waren daraufhin aus dem Fahrzeug gestiegen und davongelaufen.
Zusätzlich entdeckten die Beamten während der Personenkontrolle beim 15-Jährigen einen mutmaßlich gestohlenen Notfallhammer der Wiener Linien, den sie sichergestellt haben. Die verletzte Beamtin musste medizinisch behandelt werden und trat im Anschluss ihren Dienst ab.
Der Jugendliche wird wegen des Verdachts des Betrugs, des versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt sowie der schweren Körperverletzung angezeigt.
