Am 16. August 2026 um 06:00 Uhr wurde in Wien-Leopoldstadt durch Sicherheitsmitarbeiter eines Einkaufszentrums der Polizeinotruf verständigt. Diese hatten drei Jugendliche wiedererkannt, die bereits Anfang August des gleichen Jahres einen Diebstahl in dem Einkaufszentrum begangen haben sollen. Der Vorfall wurde bereits zur Anzeige gebracht, jedoch waren die Tatverdächtigen bis zu diesem Zeitpunkt nicht namentlich bekannt.
Die beiden Sicherheitsmitarbeiter sprachen die drei Jugendlichen an, woraufhin diese in Richtung einer U-Bahn-Station flüchteten. Die alarmierten Polizeibeamten nahmen umgehend die Fahndung auf. Die Jugendliche liefen auf ein nahegelegenes Schulgelände. Einer der Verdächtigen, ein 13-Jähriger, konnte nach kurzer Verfolgung angehalten werden. Bei einer Personendurchsuchung fanden die Beamten mehrere Nagellackflaschen sowie einen als Taschenlampe getarnten Taser, welche sichergestellt wurden. Der 13-Jährige äußerte sich lautstark gegenüber den Beamten und weigerte sich, an der Amtshandlung mitzuwirken.
Die beiden weiteren Flüchtenden wurden ebenfalls auf dem Schulgelände gestoppt. Sowohl der 16-Jährige, dessen Staatsangehörigkeit in Afghanistan vermerkt ist, als auch der 17-Jährige, für den die Staatsangehörigkeit ungeklärt blieb, zeigten sich uneinsichtig und verweigerten zunächst die Identitätsfeststellung. Zur weiteren Klärung des Sachverhalts und zur Identitätsfeststellung wurden der 13-Jährige und der 16-Jährige in eine nahegelegene Polizeiinspektion gebracht. Während der weiteren Erhebungen wurde der strafunmündige 13-Jährige zunehmend aggressiver und attackierte einen Polizeibeamten. Im Anschluss wurden alle drei Beschuldigten an ihre Erziehungsberechtigten übergeben und angezeigt.
